Volpi: sampdoria war mein ankommen – und madrid wollte mich!
Sergio Volpi, der Name ist untrennbar mit Sampdoria verbunden. Der ehemalige Mittelfeldspieler blickt zurück auf eine Karriere voller Höhen und Tiefen, von der er offen spricht. Ein Wechsel, der fast zum Coup in Madrid führte, und ein bitterer Abschied – Volpi lässt keine Details aus.
Die sampdoria: mehr als nur ein verein
Für Volpi war die Zeit in Genua mehr als nur ein Zwischenstopp in seiner Fußballlaufbahn. „Die Sampdoria war für mich ein Punkt der Erfüllung“, gesteht er. Die Erinnerungen an die Zeit in den Straßen der Stadt sind noch lebendig, und die Fans rufen ihn dort immer noch „Kapitän“ – ein Titel, der ihm mehr bedeutet, als er jemals zugeben würde.
Er lernte von den Besten, insbesondere von Stefan Effenberg. „Effenberg verstand es, mit Schweigen zu führen. Ich habe ihm das abgucken wollen – und es mir wahrscheinlich sogar abtrainiert“, schmunzelt Volpi.

Marottas vision und zamparinis ausbrüche
Die Zusammenarbeit mit Beppe Marotta war prägend. „Wir waren fünf Jahre zusammen, bei Venezia und Sampdoria. Man merkte sofort, dass er etwas Besonderes war – ein Mann mit einem unglaublichen Gespür für Talente.“ Aber nicht alles war rosig. Die Arbeit unter Zamparini, dem Präsidenten von Venezia, war eine Zitterpartie. „Der Mann war ein Vulkan!“, erinnert sich Volpi. „Einmal, nach einer Niederlage gegen Empoli, stürmte er in die Kabine und tobte wie ein Berserker. Im zweiten Durchgang drehten wir das Spiel, und plötzlich war er der glücklichste Mensch der Welt.“
Auch die Zeit unter Luciano Spalletti verlief nicht nach Plan. „Spalletti hatte großartige Ideen, die später die ganze Liga begeisterten. Aber wir waren eine Mannschaft, die vor allem kämpfen musste, um zu bleiben. Wir haben seine Philosophie nicht verstanden.“

Ein angebot aus madrid – und ein verpasster traum
Der Höhepunkt seiner Karriere kam, als Real Madrid anklopfte. „Arrigo Sacchi war mein Berater und hat meinen Namen ins Gespräch gebracht. Ich war kurz davor, nach Madrid zu gehen!“, enthüllt Volpi. „Als mein Agent mich anrief, dachte ich erst, er verarscht mich. Aber es war wirklich so! Ich hätte sogar zu Fuß nach Madrid gelaufen.“ Letztendlich zog sich der Verein aber zurück und holte Gravesen. Ein verpasster Traum, den Volpi jedoch mit Humor nimmt: „Hauptsache, ich war in Genua glücklich.“

Das bittere ende: calcioscommesse und die enttäuschung
Seine Karriere endete abrupt und beschämend beim FC Piacenza. „Der Calcioscommesse-Skandal hat alles verändert“, erklärt Volpi. „Einige meiner Mitspieler haben Spiele verkauft. Ich wollte das nicht glauben, und es tut mir leid, dass ich nichts bemerkt habe. Ich fühlte mich von einer Gruppe von Jungs hintergangen, nachdem ich zwanzig Jahre lang mein Leben dem Fußball gewidmet hatte.“
Volpis Fazit: „Der Abschied von Sampdoria war mein größter Fehler. Aber ich blicke nach vorne und bin dankbar für die vielen schönen Momente, die ich im Fußball erleben durfte.“
