Volleyball-schock in ankara: türkei dreht spiel noch!
Ankara – Ein bitteres Ende für die deutsche Volleyball-Nationalmannschaft: Nach einer verdienten 2:0 Satzführung gegen die amtierenden Europameister aus der Türkei patzte das Team von Bundestrainer Giulio Bregoli in der Nations League und verlor das Spiel am Samstagabend mit 2:3 (25:28, 26:24, 19:25, 22:25, 13:15). Der Triumph der Gastgeberinnen ist nicht nur ein herber Rückschlag, sondern wirft auch Fragen nach der Konstanz der Mannschaft auf.
Die ersten beiden sätze: ein hoffnungsfunke
Die ersten beiden Sätze gehörten klar dem deutschen Team. Mit präzisem Spiel und starker Blockarbeit konnten die Volleyballerinnen die Türkei zunächst unter Kontrolle halten. Ein 25:28 im ersten Satz deutete auf eine angespannte Partie hin, doch der zweite Satz wurde mit 26:24 knapp gewonnen. Es schien, als ob der Weg für einen wichtigen Sieg in der Nations League geebnet war.
Aber dann kam die Wende. Die Türkei, angeführt von einer glänzend aufgelegten Mittelblockerin, erhöhte den Druck und nutzte jede Schwäche der deutschen Mannschaft. Die Aufschläge wurden schärfer, die Angriffe präziser, und die deutsche Abwehr geriet ins Wanken. Die Satzführung schmolz dahin, und die Gastgeberinnen demonstrierten ihre Heimstärke.
Die bittere Wahrheit: Nur zwei Siege in sieben Spielen
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Nach sieben Spielen der Nations League stehen für das DVV-Team lediglich zwei Siege zu Buche. Das Ziel, zur Final Eight der besten acht Mannschaften zu gehören, rückt damit in weite Ferne. Im vergangenen Jahr scheiterte man bereits im Viertelfinale an Brasilien – eine Rechnung, die nun in der Nations League erneut beglichen werden muss.
Der nächste Test folgt bereits am Sonntag gegen den Tabellenführer, Brasilien. Die Südamerikanerinnen, frisch von Olympia und der Weltmeisterschaft, präsentieren sich in dieser Nations League in beeindruckender Form. Ein Sieg gegen dieses Kaliber erscheint unwahrscheinlich, doch er wäre ein Zeichen der Hoffnung für das deutsche Team. Anschließend geht es ab dem 8. Juli mit vier Spielen in Belgrad weiter, wo die Mannschaft die Chance hat, sich zurückzukämpfen.
Die Niederlage gegen die Türkei zeigt deutlich, dass es noch viel Arbeit zu tun gibt. Die deutsche Mannschaft muss an ihrer Konstanz arbeiten und lernen, auch in schwierigen Situationen einen kühlen Kopf zu bewahren. Nur so kann das ambitionierte Ziel, zur Elite des internationalen Volleyballs zu gehören, erreicht werden.

Ein blick nach vorne: belgrad als chance zur revanche
Die Reise nach Belgrad bietet die Gelegenheit, die bisherigen Erfahrungen zu verarbeiten und neue Impulse zu setzen. Die kommenden Spiele werden zeigen, ob das Team von Giulio Bregoli seine Schwächen erkannt und ausgemerzt hat. Eines ist jedoch klar: Die deutsche Volleyball-Nationalmannschaft hat das Potenzial, zu den besten Teams der Welt zu gehören – es gilt nun, dieses Potenzial auch auf dem Feld abzurufen.
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