Bezzecchi fliegt raus! startverbot nach prügelattacke in brünn
Sieben Minuten nach seinem Crash im Sprint verwandelte sich Marco Bezzecchi vom WM-Leader in den Raser von Brünn. Der Italiener schlug und trat gegen Streckenposten, die sein gestrandetes Aprilia-Feuerzeug bergen wollten – und erntet nun das härteste Urteil der Saison: Startverbot für den Großen Preis.
Was genau passierte am streckenrand?
Runde neun, Kurve fünf. Bezzecchi rutscht bei 180 km/h weg, sein Bike trudelt in die Kiesfalle. Drei Streckenposten eilen heran. Laut offizieller Anklage „schubste und schlug“ der 25-Jährige die Helfer, die versuchten, das Motorrad anzuheben. Einer der Männer erlitt eine leichte Handverletzung.
Die TV-Kameras fangen nur Bruchstücke ein: Bezzecchi, Helm noch auf, Faust gegen die Brust eines Marshals. Der Protest der Streckenposten war sofortig – und die Rennleitung reagierte binnen zwei Stunden.

Für die meisterschaft ein erdbeben
Mit 180 Punkten führt Bezzecchi die Tabelle an, nur 15 Zähler trennen ihn von Jorge Martín (165). Der Spanier startet heute von Platz drei, während Bezzecchi in der Boxengasse bleiben muss. Aprilia bestätigte bereits, Einspruch einzulegen, doch die Chance auf eine Aufhebung gilt als minimal.
Die Konsequenz: Ein Fahrer, der in den letzten fünf Rennen vier Podeste holte, verliert möglicherweise die Tabellenführung – wegen einer Sekunde unkontrollierter Wut.
Die stimme aus dem fahrerlager
„Ich habe noch nie gesehen, dass jemand wegen so etwas ausgeschlossen wird“, murrt ein Mechaniker von Ducati zwischen verdrehten Kabeln. Ein Kollege von Yamaha kontert: „Regel Nummer eins: Marshals sind unantastbar. Punkt.“
Die Stewards berufen sich auf Artikel 3.3.1.2 des Sportreglements – körperliche Gewalt gegen Offizielle führt automatisch zum Startverbot. Keine Diskussion.
Licht geht um 14:00 Uhr. Bezzecchi wird zusehen. Und die Meisterschaft? Die bekommt einen neuen Drehbuchautor.
