Volker struth kontert sammer scharf: 'eine große portion populismus'
- Streit um spielerberater: struth kritisiert sammer
- Sammers kritik: zu viel geld, unnötig, schädlich
- Struth erinnert an sammers eigene vergangenheit
- Der fall mario götze: struth schildert eine episode
- Struth: 'ich hatte ein scheiß-gefühl'
- Morddrohungen und polizeischutz
- Fazit: ein brisantes duell in der fußballwelt
Streit um spielerberater: struth kritisiert sammer
Volker Struth, ein führender Berater im deutschen Fußball, hat sich vehement gegen die Kritik von Matthias Sammer an der Arbeit von Spielerberatern gewehrt. Anlass war eine Aussage Sammers bei Sky, in der dieser die Abschaffung der Berater-Szene forderte. Struth, der unter anderem Toni Kroos und Bundestrainer Julian Nagelsmann betreut, hält Sammer's Äußerungen für unangebracht und populistisch.

Sammers kritik: zu viel geld, unnötig, schädlich
Matthias Sammer hatte im Zusammenhang mit den Vertragsverhandlungen um Dayot Upamecano beim FC Bayern geäußert: „Ich würde sie abschaffen. Erstens verdienen sie zu viel Geld, zweitens sind sie unnötig, drittens schafft das keine gute Konstellation zwischen Spieler und Verein.“ Diese Aussagen stießen bei Volker Struth auf heftige Kritik. Er sieht darin eine Mischung aus Populismus und Heuchelei.

Struth erinnert an sammers eigene vergangenheit
Besonders pikant: Volker Struth erinnerte Matthias Sammer an dessen eigene Tätigkeit als Spielerberater. „Er war ja selbst Berater und hat sich in dem Business mal versucht. Wer weiß, was er heute machen würde, wenn es geklappt hätte?“, so Struth im Bild-Podcast „Phrasenmäher“. Diese Aussage unterstreicht die Doppelmoral, die Struth in Sammers Kritik sieht.
Der fall mario götze: struth schildert eine episode
Struth schilderte zudem eine Episode aus der Zeit, als Sammer Sportvorstand beim FC Bayern war. Er berichtete, dass Sammer ihn täglich angerufen habe, um ihn bei dem Transfer von Mario Götze zu unterstützen. „Er wollte diesen Spieler unbedingt.“ Struth betonte, dass dieser Transfer ohne die Unterstützung eines Beraters nicht zustande gekommen wäre.
Struth: 'ich hatte ein scheiß-gefühl'
Volker Struth enthüllte, dass er sogar Bedenken bezüglich des Transfers von Mario Götze hatte. „Ich war sogar dagegen. Am Tag vor dem Transfer habe ich Mario und seinen Vater bei mir im Büro gehabt und habe gesagt, dass ich ein Scheiß-Gefühl habe.“ Er fühlte sich von Sammer in seiner Rolle als Berater ausgenutzt und wundert sich über dessen aktuelle Kritik.
Morddrohungen und polizeischutz
Der Transfer von Mario Götze sorgte für eine enorme öffentliche Reaktion, die bis hin zu Morddrohungen gegen Volker Struth und Polizeischutz vor seiner Tür führte. Er betonte, dass nicht alle Berater über einen Kamm geschoren werden sollten und forderte eine differenziertere Betrachtung. „Nicht alle Berater in einen Sack zu hauen – das wäre mal meine erste Bitte.“
Fazit: ein brisantes duell in der fußballwelt
Der öffentliche Schlagabtausch zwischen Volker Struth und Matthias Sammer zeigt die Spannungen innerhalb des deutschen Fußballs auf. Die Frage, welche Rolle Spielerberater spielen sollen, bleibt weiterhin umstritten. Struth’s deutliche Worte und seine Erinnerungen an die Vergangenheit machen deutlich, dass er sich die Kritik von Sammer nicht gefallen lassen will.
