Vogts schimpft: nagelsmann steuert dfb-team in die krise!

Schalke – Die bittere 1:2-Niederlage der deutschen Nationalmannschaft gegen Ecuador hat eine Lawine der Kritik losgetreten. Allen voran die Fußballlegende Berti Vogts, der in seiner Kolumne für die Rheinische Post kein Erbarmen mit Bundestrainer Julian Nagelsmann und der Mannschaft hat. Der 79-Jährige sieht die WM-Ambitionen bereits gefährdet.

Ein weckruf für den dfb?

„Ich habe mich sehr geärgert über das Ergebnis“, so Vogts, dessen Reaktion von tiefer Enttäuschung geprägt ist. Er hatte sich auf ein spannendes Gruppenspiel gefreut, doch was er sah, entsprach alles andere als seinen Erwartungen. „So darf eine deutsche Mannschaft nicht auftreten“, poltert der Weltmeister von 1974 und Europameister von 1996.

Vogts kritisiert vor allem den mangelnden Siegeswillen. Während die Ecuadorianer mit Herzblut und Leidenschaft auf dem Platz standen, wirkten die deutschen Spieler stellenweise lustlos und desinteressiert. „Für Ecuador ging es um das Überleben im Turnier, aber auch für uns war es kein Freundschaftsspiel!“, betont Vogts. Die Leistung des Mittelfelds nannte er offen „Alibi-Fußball“ – Spieler, die nur nebendranliefen und keine Leidenschaft zeigten. Das ist nicht das, was man von der deutschen Nationalmannschaft erwartet.

Nagelsmann steht nun vor der Aufgabe, aus dieser Pleite die richtigen Schlüsse zu ziehen. Vogts fordert, dass der Trainer die „Warnsignale wahrnimmt“ und erkennt, „auf wen er sich verlassen kann und auf wen nicht.“ Er sieht das Spiel gegen Ecuador als einen „Augenöffner“ für den Bundestrainer.

Kimmichs platzverweis: ein strategischer fehler?

Kimmichs platzverweis: ein strategischer fehler?

Besonders strittig ist für Vogts die Auswechslung von Kapitän Joshua Kimmich in der 60. Minute. „Jedes Team braucht seinen Kapitän – er hätte die Mannschaft bis zum Schluss führen müssen!“, argumentiert Vogts. Die Entscheidung, den Kapitän in einem so wichtigen Spiel vorzeitig vom Platz zu nehmen, sende eine „verwirrende Botschaft“ aus.

Die Vorbereitung auf das Sechszehntelfinale wird nun erschwert, da der Gegner noch unklar ist. Vogts appelliert an die Mannschaft, sich zu reissen und den kommenden Gegner zu schlagen. „Es ist dringend nötig. Sonst sitzen die Deutschen am Dienstag im Flugzeug in die Heimat. Das wäre ganz bitter für unseren Fußball.“ Die Verantwortung liegt nun bei Trainer und Spielern, die Ehre des deutschen Fußballs zu verteidigen – oder die Heimreise anzutreten.