Vlahović-krise: juve nutzt verletzung für vertragsverhandlungen

Ein Schock für Juventus und Dusan Vlahović: Der serbische Stürmer fällt mit einer weiteren Verletzung langfristig aus und droht, seine schlechteste Saison überhaupt zu erleben. Doch aus der Notlage entsteht eine Chance für die Bianconeri – die Verhandlungen um eine Vertragsverlängerung könnten nun deutlich günstiger für den Klub enden.

Die verletzung als katalysator

Die Diagnose ist niederschmetternd: Ein Problem im Soleus kostet Vlahović mindestens drei Wochen, möglicherweise sogar die gesamte Saison. Für den Angreifer, der im Sommer fest mit dem Wechsel in eine europäische Top-Mannschaft gerechnet hatte, ist das ein herber Rückschlag. Seine bisherige Saison war ohnehin von Formschwankungen und verpassten Chancen geprägt – eine doppelte Stelle in der Torjägerliste scheint nun unerreichbar.

Aber was bedeutet das für Juventus? Fabio Russo, unser Kollege von Gazzetta dello Sport, berichtet, dass die Situation die Verhandlungsposition des Vereins immens stärkt. Statt eines gefragten Top-Stürmers mit internationalen Ambitionen, präsentieren sie nun einen Spieler, dessen Wert durch die Verletzung und die schwache Leistung stark gesunken ist.

Die vertragsverlängerung im fokus

Die vertragsverlängerung im fokus

Die Gespräche zwischen Juventus und Vlahović laufen seit Wochen. Der Verein bietet eine Vertragsverlängerung bis 2027 oder 2028 zu deutlich reduzierten Bezügen an – maximal 7 Millionen Euro jährlich inklusive Boni, gegenüber den 12 Millionen, die er aktuell verdient. Vlahović hatte ursprünglich deutlich mehr gefordert, inklusive einer hohen Handgelds.

Doch die Zeiten haben sich geändert. Mit der Verletzung und der unsicheren Zukunft in der Champions League, ist die Verhandlungsposition des serbischen Angreifers geschwächt. Juventus kann nun hartnäckiger verhandeln und sich die Bedingungen diktieren. Die Frage der Provisionen für Vlahovićs Berater bleibt zwar noch offen, aber die Tendenz ist klar: Der Verein hat die Oberhand.

Neben den Verhandlungen um Vlahović, arbeitet Juventus intensiv an der Neugestaltung des Angriffsbereichs. Namen wie Lewandowski und Kolo Muani werden bereits heiß gehandelt. Die Verpflichtung eines neuen Stürmers ist unabhängig von der Entscheidung über Vlahovićs Zukunft, könnte aber die Situation zusätzlich verkomplizieren.

Die Zeichen stehen auf Veränderung in Turin. Die Verletzung von Vlahović mag für ihn persönlich eine Katastrophe sein, für Juventus bietet sie eine seltene Chance, die eigenen Interessen durchzusetzen und die Zukunft des Angriffsbereichs nach ihren Vorstellungen zu gestalten.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Vlahović droht die schlechteste Saison seit sechs Jahren zu erleben. Ob er trotz allem in Turin bleibt, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Eine Sache ist jedoch sicher: Juventus geht diese Verhandlungen mit deutlich mehr Selbstvertrauen als zuvor an.