Vlahovic rückt näher: juves torjäger soll spallettis sprint zum vierten antreiben
Es riecht nach Endspiel in Turin. Und plötzlich steht Dusan Vlahovic wieder im Zentrum, wo er vor Wochen noch Nebendarsteller war. Spalletti will ihn gegen Udinese von der Bank, gegen Pisa vielleicht schon von Anfang an. Der Serbe soll die Juve in die Champions League schießen – und sich selbst ins neue Projekt.
Warum vlahovic plötzlich wieder gefragt ist
Thiago Motta hatte ihn aussortiert, Tudor nur bedingt verliebt. Spalletti aber sieht im 24-Jährigen den „klassischen Neuner“, der dem quirligen Sturmensemble die nötige Raumtiefe gibt. Openda läuft sich tot, David wirkt als falsche Neun überrannt. Die Lösung: ein Target-Man, der den Strafraum besetzt, nicht nur streift. Genau das lieferte Vlahovic in seinen ersten 18 Serie-A-Einsätzen noch 12-mal – bevor er sich den Knöchel verdrehte.
Die Mediziner hatten ursprünglich eine vierwöchige Pause verordnet. Vlahovic drängt auf zwei. Am Freitag absolvierte er schon Sprintserien, gestern bereits Ballbeschleunigungsarbeit. Kein Risiko? „Er spürt die Dringlichkeit“, sagt Spalletti nach dem 0:0 in Parma. „Wenn wir Vierte werden, reicht ein Tor von ihm, um alles zu rechtfertigen.“

Der vertrag tickt – und mit ihm die uhr der bosse
12 Millionen Euro Gehalt pro Saison, 4 Millionen Bonus, auslaufendes Arbeitspapier 2026 – die Zahlen schreien nach Entscheidung. Ein Top-Finish könnte die Haltedeklaration nach sich ziehen, ein enttäuschender Saisonfinale-Sprint das Aus. „Wenn Dusan jetzt trifft, vergisst die Curva die Januar-Pause“, schmunzelt Co-Trainer Montero. Die Rechnung klingt simpel: Tore = Verlängerung. Keine Tore = Transferliste.
Die Konkurrenz lauert schon. Arsenal hält 60-Millionen-Scheck bereit, PSG testet die Wasserdichte der Ausstiegsklausel. Doch zuerst muss Vlahovic beweisen, dass er nicht nur Instagram-Photoshootings liefert, sondern Spallettis Spielidee mit Leben füllt. Ein einziges Kopfballtor gegen Udinese könnte die Stimmung im Juventus-Stadion von Sorge in Ekstase umschalten.
Morgen fliegt die Mannschaft nach Pisa. Vlahovic ist dabei – Schiene im Gepäck, Knöchel tapet. Die Serie A spitzt sich zusammen, die Uhren ticken, und irgendwo in Turin beginnt ein Neuanfang, der nur so heißt, weil ein alter Bekannter zurückkehrt.
