Vingegaard kämpft mit krankheit – trotzdem triumphiert er!

Das Peloton der Giro d’Italia wird von einer mysteriösen Grippe heimgesucht, und selbst Jonas Vingegaard, der unangefochtene Führender, ist davon betroffen. Während der Däne seine Dominanz auf der Königsetappe nach Corno alle Scale eindrucksvoll demonstrierte, deutet einiges darauf hin, dass er keinesfalls bei Höchstform agiert.

Die krankheit breitet sich im feld aus

Es ist kein Geheimnis mehr: Eine Art Virus rast durch das Fahrerfeld. Movistar, Uno X und nun auch das Team Visma haben bestätigt, dass mehrere ihrer Fahrer unter gesundheitlichen Problemen leiden. Die Frage, wie sich diese Situation auf den weiteren Verlauf der Rundfahrt auswirken wird, beschäftigt die Experten und Fans gleichermaßen.

„Man merkt schon, dass etwas im Rennen herumschwirrt und viele Leute darunter leiden. Man muss da vorsichtig sein“, so ein Teamdirektor, der seinen Namen nicht nennen wollte, sichtlich besorgt über die aktuelle Lage. Die häufigen Desinfektionsmaßnahmen der Fahrer sind ein deutliches Zeichen der Vorsicht.

Vingegaard räumt auf – und gesteht seine schwäche

Vingegaard räumt auf – und gesteht seine schwäche

Trotz der gesundheitlichen Beeinträchtigung zeigte Vingegaard eine beeindruckende Vorstellung und distanzierte seine Konkurrenten auf der anspruchsvollen Etappe. Der Sieg war ein Statement, doch in der anschließenden Pressekonferenz ließ der Däne keine Zweifel, dass er ebenfalls unter der Krankheit gelitten hat.

„Ja, es hat uns auch erwischt“, bestätigte Vingegaard. „Es ist nichts Ernstes, was uns daran hindert, zu fahren. Ich hatte ein bisschen, aber das war vor der Ruhetag, also sollte es jetzt vorbei sein.“ Diese Aussage wirft allerdings weitere Fragen auf: Wie stark war die Krankheit tatsächlich, und wird sie ihn im weiteren Verlauf der Rundfahrt noch einmal einholen?

Geraint thomas warnt bereits

Geraint thomas warnt bereits

Bereits im Podcast „Watts Occurring“ hatte Geraint Thomas seine Bedenken geäußert. Der ehemalige Tour-de-France-Sieger deutete an, dass Vingegaard möglicherweise nicht in Topform ist. „Vielleicht war er ein bisschen krank oder so“, so Thomas. „Selbst in den Bergen, wo er natürlich alle weggeputzt hat und zwei Etappen gewonnen hat, wäre die Differenz zu Felix Gall in seiner besten Form wahrscheinlich größer gewesen.“

Die Situation ist ernst. Das Team Visma steht vor der Herausforderung, sein Kapitän zu schützen und gleichzeitig seine Führung in der Gesamtwertung zu verteidigen. Ob Vingegaard seine Form wiederfinden und die Krankheit überwinden kann, wird entscheidend für den Ausgang des Giro d’Italia sein. Die nächsten Tage werden zeigen, ob die Grippe das Rennen nachhaltig beeinflusst.