Vingegaard dominiert: giro d'italia im griff des dänen!
Der Blockhaus-Anstieg wurde zur Bühne der Macht: Jonas Vingegaard hat im ersten echten Test des Giro d'Italia seine Ambitionen unmissverständlich klargestellt und einen ersten Etappensieg gefeiert. Ein Signal an die Konkurrenz, das wie ein Donnerschlag durch die italienischen Alpen hallte: Der zweimalige Tour-de-France-Sieger ist in Rom als Sieger ankommen, so scheint es.

Eulalio verteidigt das rosa, doch der wind weht ihm heftig entgegen
Eulalio Reto Gómez, der gestrige Etappen-Sieger, hielt zwar das maglia rosa, doch der Abstand zu Vingegaard ist bereits eine Ansage. Die Team Visma-Dominanz war schlichtweg erdrückend. Insbesondere der Auftritt nach dem Angriff von Enric Más und Egan Bernal, die frühzeitig die Grenzen ihrer Form offenbarten, war beeindruckend. Der Movistar-Kapitän kam mit fast sechs Minuten Rückstand ins Ziel – ein deutliches Zeichen dafür, dass er in dieser Form kaum eine Chance gegen den dänischen Ausnahmeathleten haben wird.
Lo que niemand auf dem Radar hatte: Die schier unglaubliche Stärke von Vingegaard, der nach einem ersten Attacke die Konkurrenz alt aussehen ließ. Nur Felix Gall konnte dem Dänen folgen und markierte mit einem starken Anstieg seine eigene Form. Hindley sicherte sich den dritten Platz vor dem überraschenden Pellizzari, der mit einer frühen Attacke für kurzfristige Spannung sorgte. Die Luft war dünn, die Beine schwer, aber Vingegaard fuhr seinen eigenen Rhythmus und ließ niemanden mit sich kommen.
Die Fluchtgruppe, angeführt vom ambitionierten Jonathan Milan, versuchte zwar, das Rennen zu kontrollieren und Punkte für die Sprintwertung zu sammeln, doch die Visma-Truppe ließ nicht locker. Die sechsminütige Führung wurde gnadenlos eingeholt, als die Straße steiler wurde. Ein taktisches Manöver mit Augenmaß, das die Stärken des Teams unterstrich.
Vingegaard hat im Blockhaus nicht nur eine Etappe gewonnen, sondern auch eine Botschaft an die gesamte peloton gesendet: Er ist hier, um zu bleiben. Der Giro d'Italia scheint sich bereits jetzt in eine Einbahnstraße zu verwandeln. Nur ein Unglück kann Vingegaard nun noch von seinem Ziel abhalten. Die Chrono-Etappe am Dienstag wird zeigen, ob die Konkurrenz überhaupt eine Chance hat, den Rückstand wettzumachen.
