Viñales: ktm-zukunft ungewiss – fahrer offenbart unmut

Die Gerüchte verdichten sich: Maverick Viñales steht vor dem Aus bei KTM Tech3. Der MotoGP-Pilot sieht keine Fortschritte bei einer Vertragsverlängerung und deutet offen an, dass er das Team verlassen könnte. Ein bitterer Abschied, der durch eine verpasste Chance auf den Test einer neuen Maschine noch weiter verkompliziert wurde.

Verpasste testchance und wachsende frustration

Verpasste testchance und wachsende frustration

Viñales äußert deutlichen Unmut über die Entscheidung von KTM, ihn nicht beim Test der 850er-Maschine zuzulassen. „Ich wurde wochenlang hin und her geführt, dann wurde Pedro Acosta ausgewählt. Die Ausrede mit meiner körperlichen Verfassung ist eine Farce – ich bin nur eine Zehntel schneller als er“, so der Spanier. Die Entscheidung fühlt sich für Viñales an wie ein klarer Signal, dass er bei KTM keine Zukunft hat.

Die Situation wird noch dadurch verschärft, dass Viñales sich offenbar über mangelnde Kommunikation seitens des Teams beschwert. „Ich erfahre die meisten Dinge erst über die Presse“, klagt er. „Wenn ich das Weltmeisterschaft verlassen muss, dann ist KTM dafür verantwortlich.“ Ein Schlag ins Gesicht für einen Fahrer, der einst als Schlüsselspieler im KTM-Projekt gehandelt wurde.

Der Fahrer kritisiert das ursprüngliche Plan: Der Spanier berichtet, dass er ursprünglich für das Werks-Team vorgesehen war, doch mit dem Scheitern dieses Plans schwand auch das Vertrauen in die Aussagen des Teams. Die fehlende Transparenz und die späte Information über die Entscheidung bezüglich der Testmaschine haben die Situation weiter zugespitzt.

Für den Grand Prix von Assen blickt Viñales dennoch positiv. „Es ist eine Strecke, die mir Spaß macht und auf der ich traditionell gut performe“, erklärt er. Sein Plan ist es, sich besser einzustellen als in Tschechien, um im entscheidenden Moment sein Bestes zu geben. „Ich werde versuchen, die Strategie von Márquez in Mugello oder Ungarn zu kopieren: kontrolliert fahren, Kräfte sparen und erst dann voll angreifen.“

Die kommenden Tage werden entscheidend sein. Ob sich Viñales noch eine Zukunft bei KTM vorstellen kann, oder ob er sich bereits nach anderen Optionen umsehen muss, bleibt abzuwarten. Fest steht: Die Situation ist angespannt und der Druck auf alle Beteiligten ist enorm.