Viktoria köln stolpert über sich selbst: 2:0 wird zum 2:3 in havelse
Ein Match wie ein Klassiker der dritten Liga: Erst dominierte Viktoria Köln, dann schlug TSV Havelse zurück. Am Ende stand ein 3:2 für die Niedersachsen, der die Köller in ihrer eigenen Überheblichkeit ertränkte.
Die erste halbzeit gehörte ganz viktoria
Simon Handle traf in der 24. Minute aus dem Nichts, Leonhard Münst erhöhte kurz vor der Pause auf 2:0. Die Gäste ließen den Ball laufen, Havelse wirkte wie gelähmt. Die Kölner Fans sangen bereits von drei Punkten – ein Fehler, wie sich zeigen sollte.
Nach der Pause das gleiche Bild: Viktoria kontrollierte, ließ Chancen liegen, spielte sich selbst in den Sinn für erledigt. Doch dann kam Boujellab. Sein Treffer in der 69. Minute war kein Warnschuss, sondern ein Weckruf. Havelse roch die Blutung.

Ein strafstoß und ein konter besiegeln das debakel
Johann Berger glich per Elfmeter aus, nachdem Meiko Sponsel im Strafraum den Arm hatte hängen lassen. Die Kölner Abwehr wirkte fortan wie gelähmt. In der Nachspielung der Nachspielzeit konterte Marko Ilic zum 3:2 – ein Schlag ins Gesicht der Rheinländer.
Die Zahlen sind hart: Havelse steht mit 12 Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz weiter tief im Keller, Viktoria büßt mit 13 Punkten Rückstand auf den Aufstieg bereits Luft nach oben ein. Doch Zahlen lügen nicht: Wer ein 2:0 verschenkt, hat nichts gelernt.
Am Sonntag kommt mit Rot-Weiss Essen ein Aufstiegskonkurrent in den Sportpark Höhenberg. Für Viktoria wird es nicht nur um Punkte gehen, sondern um ihre eigene Glaubwürdigkeit. Denn was in Havelse passierte, war kein Ausrutscher – es war ein Lehrstück in Demut.
