Eintracht-frauen verspielen 2:0-führung und kassieren debakel in bremen

2:0 nach 26 Minuten, alles unter Kontrolle? Vergiss es. Die Eintracht-Frauen kollabierten komplett, verließen Bremen mit einer 2:4-Niederlage und dem Gefühl, sich selbst betrogen zu haben.

Die Zahlen sind gnadenlos: vier Gegentore in 46 Minuten, zwei Treffer kurz vor der Pause, einer kurz vor Schluss. Wer so verteidigt, darf sich nicht wundern, wenn die Champions-League-Träume schon im März zu Bruch gehen.

Altenburgs blackout wird zur schuldfrage

Torhüterin Lina Altenburg war nach dem 2:2 noch nicht mal gefordert, doch ihr Bock vor dem 3:2 war der Matchwinner für Bremen. Ein kurzer Kontrollverlust, ein langer Ball, Mara Alber nutzte die Einladung gnadenlos aus. Von da an spielte nur noch die Werder-Maschine.

Trainer Niko Arnautis wechselte dreimal innerhalb von 20 Minuten, brachte frische Beine, aber keine Ordnung. Die Statistik nagelt ihn fest: seit sieben Spieltagen keine Auswärts-Nulllage, in dieser Saison schon 19 Gegentore nach der 60. Minute – Liga-Bottomwert.

Die tabelle lügt nicht mehr

Die tabelle lügt nicht mehr

Rang drei klingt gut, bis man die Nachbarn zählt. Bremenund Hoffenheim fehlt nur ein Zähler, haben aber ein Spiel weniger. Die Eintracht muss nun acht Punkte aus den letzten fünf Partien holen, um sich wenigstens Quali-Play-offs zu sichern. Klingt machbar? Mit dieser Defensive ist es ein Wunschkonzert.

Am Samstag wartet schon der FC Bayern in der heimischen Stadionwelt. Keine Verschnaufpause, keine Gnade. Wer da nicht bereit ist, die eigenen Fehler auszumerzen, fliegt früher oder später aus dem internationalen Rennen. Die Uhr tickt – und sie tickt laut.