Vikersund bricht ab: wind zerstört zweites skifliegen der männer
Der Wind hat gewonnen. Das zweite Skifliegen der Männer beim Weltcup in Vikersund ist am Sonntag offiziell abgesagt worden – die Jury kapitulierte nach stundenlangen Verzögerungen vor den Böen, die über den Monsterbakken fegten wie ein ungebetener Gast, der einfach nicht geht.
Vikersund 2026: ein wochenende, das der wind in der hand hatte
Es war kein plötzlicher Entscheid. Bereits die Qualifikation am Sonntagnachmittag war nach wenigen Athleten abgebrochen worden, der Start des Wettkampfs wurde mehrfach verschoben. Irgendwann war klar, dass die größte Schanze der Welt an diesem Tag keine sicheren Sprünge erlauben würde. Die Jury zog die Reißleine – spät, aber folgerichtig.
Auch die Frauen hatten es zuvor nicht besser getroffen. Ihr zweiter Durchgang war bereits am Vormittag nach den ersten sieben Springerinnen gestoppt worden. Vikersund 2026 bleibt damit als das Wochenende in Erinnerung, das der Wind nach seinem Gutdünken dirigiert hat.

Was das für die deutschen athleten bedeutet
Für die Springer und Springerinnen des Deutschen Skiverbandes (DSV) – darunter Andreas Wellinger, dem eine weitere Chance zur Standortbestimmung verwehrt blieb – gibt es jetzt nur noch eine Bühne: Planica. Das slowenische Saisonfinale ist der letzte Auftritt, die letzte Gelegenheit, einen Akzent zu setzen.
Der Zeitplan dort steht. Die Männer springen am Freitag ab 15:00 Uhr und am Sonntag ab 10:00 Uhr im Einzel, dazwischen wartet am Samstag ab 9:30 Uhr der Teamwettkampf. Die Frauen bestreiten ihren Saisonabschluss am Samstag ab 15:00 Uhr mit einem letzten Einzel.

Der schatten von tomsiaks sturz liegt über dem wochenende
Über all dem hängt noch eine andere, schwerere Nachricht. Der polnische Olympiamedaillengewinner Tomasiak stürzte in Vikersund schwer – ein Bild, das sich ins Gedächtnis brennt und daran erinnert, dass hinter jedem Wettkampfabbruch manchmal mehr steckt als nur schlechtes Wetter.
Planica wird zeigen, was von diesem Winter noch bleibt. Die Saison endet dort, ob man will oder nicht – diesmal ohne Wenn und Aber.
