Vfb stuttgart: wehrle bremst trotz champions-league-träumen
Stuttgart – Die Luft in Stuttgart ist erfüllt von Champions-League-Hoffnungen, doch Vorstand Alexander Wehrle mahnt zur Besonnenheit. Trotz einer Rekordjahn und einer stabilen finanziellen Basis kündigt der VfB-Boss an, dass es im Sommer keine «verrückten» Transfers geben wird. Der Fokus liegt auf der langfristigen Bindung des Top-Torjägers Deniz Undav – allerdings unter klar definierten Bedingungen.
Undavs wert für den vfb ist unbestritten
«Wir wissen, was wir an Deniz haben», betonte Wehrle gegenüber Sky. Der 29-jährige Angreifer, dessen Vertrag 2027 ausläuft, ist mit 18 Treffern Bundesliga-Bester im deutschen Raum und verdient aktuell rund 4,5 Millionen Euro jährlich – womit er bereits zum Topverdiener des Klubs aufgestiegen ist. Wehrle zeigte sich zwar begeistert von Undavs Leistungen und persönlichem Charisma, machte aber deutlich, dass auch die finanzielle Tragfähigkeit eine Rolle spielen muss: «Am Ende muss das auch in den finanziellen Rahmen passen.»
Die Verhandlungen mit Undav sollen nach der Saison intensiviert werden, wobei der VfB seine Möglichkeiten ausloten wird, den Kontrakt zu verlängern und das Gehalt anzupassen. Wehrle betonte, dass Undav selbst sich des Wertes, den er für den Verein besitzt, bewusst sei. «Er weiß um seine Bedeutung für den VfB», so der Vorstandschef.

Champions league als katalysator – aber mit vernunft
Ein Erreichen der Champions League würde dem VfB zweifellos mehr finanziellen Spielraum verschaffen. Wehrle bestätigte dies: «Da hätten wir sicherlich mehr Spielraum, das ist keine Frage.» Allerdings betonte er auch die Notwendigkeit, die Gehaltskosten im Griff zu behalten. «Wir haben Verträge so gestaltet, dass wir ein Bundesliga-, ein Europa-League- und ein Champions-League-Gehalt haben.»
Die finanzielle Entwicklung des VfB in den letzten Jahren ist beeindruckend: Von einem Eigenkapital von 4 Millionen Euro Ende 2023 sprang der Verein im letzten Geschäftsjahr auf über 60 Millionen Euro. 2024 wurde das höchste Ergebnis in der Vereinsgeschichte erzielt, und 2025 soll diese Marke noch übertroffen werden. Wehrle versprach, dass bei der Planung mit den zusätzlichen Einnahmen aus der Champions League stets «mit Vernunft» gehandelt wird. «Wir machen nichts Verrücktes», so der Manager.
Die Mannschaft von Sebastian Hoeneß steht zudem im Pokalfinale gegen den FC Bayern und hat die Chance, sich für die Königsklasse zu qualifizieren. Die Kombination aus sportlichem Erfolg und solider finanzieller Basis lässt optimistisch in die Zukunft blicken. Aber Wehrle hat Recht: Besonnenheit ist Trumpf. Die Schwaben müssen ihren Erfolg nachhaltig sichern, ohne die finanzielle Stabilität zu gefährden.
