Verwandte durch messi: ex-boxer enthüllt überraschende familiengeschichte
Kansas City – Ein unerwarteter Cousin, ein Boxring und ein Treffen mit dem Fußballgott: Die Geschichte von Luca Messi, einem ehemaligen Profiboxer, ist so kurios wie inspirierend. Er erzählt von einer Familiengeschichte, die zwischen den Marken, Argentinien und Bergamo ihren Ursprung hat und ihn schließlich in die Arme des weltberühmten Lionel Messi führte.
Die wurzeln: eine familiengeschichte der auswanderung
Die Messi-Familie ist alles andere als einheitlich geografisch verortet. Der Dreifach-Urgroßvater von Lionel, Angelo, träumte im späten 19. Jahrhundert in Recanati, der Stadt von Leopardi, von einem neuen Leben in Argentinien. Andere Familienmitglieder suchten ihr Glück in der Lombardei. „Wir sind ein bisschen überall auf der Welt“, erzählt Luca, der sich als Welter- und Superweltergewichtler einst dem Profisport verschrieben hatte und dem Weltmeistertitel nur knapp entging. „Ich muss den Stammbaum noch einmal rekonstruieren, um den genauen Grad der Verwandtschaft zu ermitteln, aber ein Blutsband besteht zweifellos.“

Von den fäusten zu einem ungewöhnlichen treffen
Das Schicksal nahm seinen Lauf, als Luca, bereits aus dem aktiven Boxsport ausgeschieden, eine eigene Boxschule in der Nähe des alten Stadions von Bergamo eröffnete. German Denis, damals Stürmerstar des Atalanta Bergamo, wurde auf die Boxschule aufmerksam und nahm Kontakt zu seinem potenziellen Verwandten auf. Das Ergebnis war ein denkwürdiges Treffen im Jahr 2012 in Mailand, während eines Champions-League-Spiels des FC Barcelona. Die beiden Cousins posierten lachend mit weißen Boxhandschuhen vor den Kameras, wie zwei Familienmitglieder, die sich zum Weihnachtsfest an einen Tisch setzen.
Luca erinnert sich: „Es war seltsam. Ich bin kein großer Fußballfan und wusste nicht genau, was ich ihm fragen sollte, während er mir ständig Fragen über meine Welt stellte. Er wollte von den Boxringen in Las Vegas, von Tyson, von Don King wissen… Er schien fast eingeschüchtert.“

Der traum vom weltmeistertitel – und don king
Einige Jahre zuvor hatte Don King, der legendäre Promoter, Luca entdeckt. Nach einem Kampf in Dänemark, in dem Messi zwar gegen einen überlegenen Gegner verlor, aber bis zur letzten Runde durchhielt, suchte King ihn in der Umkleidekabine auf und sagte: „Ehi, du hast Eier… Wenn du die italienische Meisterschaft gewinnst, bringe ich dich zu einer Weltmeisterschaft.“ Luca zögerte nicht und bereitete sich intensiv vor. Nach dem Gewinn der italienischen Meisterschaft folgte die Einladung nach Miami. „Es war der Traum, von dem ich seit Beginn meiner Karriere geträumt hatte“, erinnert sich Luca. „Als aggressiver Junge erschien mir eine solche Chance unglaublich. Natürlich habe ich begeistert zugesagt.“
Im August 2005 stand Luca in Chicago Alejandro Garcia gegenüber – ein Kampf um den Weltmeistertitel im Superweltergewicht. Auch diesmal hielt Messi stand, obwohl er besiegt wurde. „Ich habe durchgehalten – erzählt er – wie Rocky gegen Apollo Creed im ersten Teil der Saga. Ein unvergesslicher Moment.“

Neuanfang und eine hommage an maradona
Nach seiner aktiven Karriere gründete Luca ein Sportmedizinzentrum und nutzt dabei sein Wissen als Masseur. „Wie ich immer sage: Früher habe ich sie verprügelt, jetzt repariere ich sie“, scherzt er. Er hat Lionel seitdem nicht mehr gesehen. Doch er verrät ein Geheimnis: „Die Mutterseite meiner Familie stammt aus Neapel, und als Kind wurde bei uns nur über Maradona gesprochen. Er ist mein Fußballgott. Aber es freut mich, einen Messi in der Familie zu haben. Sag ihm bitte, ich grüße ihn, wenn er dich in Amerika trifft.“
