Europameisterschaft in paris: spanien stellt starkes aufgebot!
Palma de Mallorca – Nur zwei Tage nach dem Abschluss der offenen spanischen Meisterschaften, in denen gleich vier nationale Rekorde brachen, hat der Technische Bereich für Schwimmen und Freiwasserschwimmen des spanischen Verbandes das Team für die Europameisterschaft in Paris vom 10. bis 16. August bekannt gegeben. Ein Aufgebot von 28 Talenten, darunter sechs Debütanten im absoluten Bereich, wird die spanische Fahne hochhalten – und das mit einer ausgeglichenen Verteilung auf Männer und Frauen.

Fehlende stars: coll und weiler müssen passen
Ein Blick auf die Liste offenbart allerdings auch bittere Pannen: Der amtierende Welt- und Europameister im Kraulen über 200 Meter, Carles Coll, fehlt aufgrund von Visa-Problemen in den Vereinigten Staaten. Ein herber Verlust, der sich noch einmal verstärkt durch die Verletzungsbedingte Absage von Carmen Weiler, der Europameisterin über 200 Meter Rücken in Kurzbahn. Das schwächt das Team, aber es eröffnet jüngeren Talenten die Chance, sich zu beweisen.
Die Hoffnungen ruhen nun vor allem auf Luca Hoek und Hugo González de Oliveira. Der Katalane präsentierte sich in Palma in herausragender Form und pulverisierte mit neuen nationalen Rekorden über 100 und 200 Meter Freistil sogar Weltklassezeiten. Der geborene Madrilene hingegen, der bereits Weltmeister und dreifacher Finalist bei Olympischen Spielen ist, scheint in Palma wieder in Tritt gekommen zu sein und blickt gespannt auf seine Paraderolle in der französischen Hauptstadt.
Die weibliche Seite des Aufgebots wird von einer beeindruckenden Riege angeführt: Laura Cabanes, Ainhoa Campabadal, Irene Ciércoles, Sara Costa, María Daza, María de Valdés, Alba Herrero, Ángela Martínez, Paula Otero, María Ramos, Jimena Ruiz, Naiara Sobreviela, Estella Tonrath und Alba Vázquez. Ihre Vielseitigkeit ist beeindruckend, und die Konkurrenz innerhalb des Teams verspricht spannende Duelle.
Auch bei den Männern ist die Auswahl beachtlich: Nil Cadevall, César Castro, Josep Castro, Sergio de Celis, Isak Fernández, Ian Florencio, Carlos Garach, Arbidel González, Hugo González, Luca Hoek, Iván Martínez, Diego Mira, Miguel Pérez-Godoy und Adrián Santos. Die Bandbreite an Disziplinen ist groß, was die Stärke des spanischen Teams unterstreicht.
Santi Veiga, der Technische Direktor des Verbandes, sieht in dieser 28-köpfigen Auswahl einen wichtigen Meilenstein im aktuellen olympischen Zyklus: „Es ist unser erstes Ziel, mehr Schwimmer in das Nationalteam zu integrieren, mit Blick auf die Weltmeisterschaften 2027 und die Olympischen Spiele 2028.“ Ein ehrgeiziger Plan, der zeigt, dass Spanien seine Ambitionen im Schwimmsport ernst meint.
Die kommenden Tage werden zeigen, ob sich die Hoffnungen erfüllen und ob das spanische Team in Paris für Furore sorgen kann. Eines ist sicher: Mit dieser Mischung aus erfahrenen Athleten und aufstrebenden Talenten ist alles möglich.
