Vatikan blockierte alonso: keine papamobile-runde für den ferrari-star
Fernando Alonso hätte fast den Heiligen Vater selbst durch Madrid gekachelt. Der Plan scheiterte an römischer Panik.
Yago de la Cierva, damals Koordinator von Papst Benedikt XVI.’ Spanien-Reise 2011, packt aus: „Wir fragten explizit, ob Fernando Alonso das Papamobile steuern darf. Die Antwort war ein donnerndes Nein.“ Der ehemalige Regierungsbeamte schildert im Interview mit La Radio Canaria, wie seine Idee in den Katakomben der Kurie zerbarst.
Die begründung: nur ein polizist darf lenken
De la Cierva lachte damals über das Veto. „Ich sagte: Der Mann fährt Formel 1, er wird den Papst schon nicht in die nächste Kurve schleudern.“ Vergeblich. Vatikanische Protokollchef: „Nein, das Lenkrad gehört ausschließlich einem Beamten der Polizía Nacional.“ Sicherheit vor Show, Regel vor Rekordweltmeister.
Der Papamobile-Wagen, ein modifizierter Mercedes ML, rollt ohnehin nur 15 km/h. Für Alonso, gewohnt 370 km/h auf der Geraden von Monza, wäre es ein Schritttempo gewesen. Doch selbst dieses Tempo war den Römern zu riskant.
Der Spanier erfuhr vom Absagen nie offiziell. Er war zu jener Zeit auf dem Höhepunkt seiner Ferrari-Ära, frisch gebackener Weltmeister, nationaler Held. Ein Foto mit dem Pontifex plus Steuer in der Hand – das hätte die PR-Abteilung von Santander längst durchgereicht.

Ein traum, der in den akten versickerte
De la Cierva bewahrt noch heute das Schreiben, in dem das Protokoll seine Bitte „mit aller Schärfe“ ablehnte. „Manchmal siegt die Bürokratie über den gesunden Menschenverstand“, sagt er. Benedikt XVI. selbst habe den Vorschlag nie erfahren – zu sehr war der Papst行程 in Zeitpläne gepresst.
Für Alonso blieb nur der Gang zur Kommunion statt zur Karosserie. Und für die Fans ein kleines Geheimnis, das jetzt, dreizehn Jahre später, die Runde macht. Die Moral: Selbst ein Champion mit 32 Grand-Sieg muss sich der Hierarchie beugen. Am Ende zählt nicht die PS-Zahl, sondern das Protokoll.
