Var-debatte eskaliert: cta-chef soto kritisiert real madrid tv und gesteht fehler
Die Fußballwelt in Spanien brodelt nach den jüngsten Schiedsrichterentscheidungen, und CTA-Präsident Fran Soto hat in der Sendung „Radioestadio Noche“ auf Onda Cero eine deutliche Stellungnahme abgegeben. Soto verteidigte zwar das VAR-System, räumte aber auch Fehler ein und prangerte die Berichterstattung von Real Madrid TV an.
Soto verlässt die tribüne angesichts aufgeheizter stimmung
Die Situation im Estadio Vallecas, bei dem Rayo Vallecano und Real Sociedad 3:3 spielten, offenbarte eine Eskalation, die Soto veranlasste, die Tribüne zu verlassen. „Ich habe gesehen, dass die Stimmung eskalierte und es mehr zu verlieren als zu gewinnen gab, wenn ich dort blieb“, erklärte er. Ein Eingriff des VAR, der als umstritten wahrgenommen wurde, trug zu der hitzigen Atmosphäre bei.

Var: effizientes werkzeug mit verbesserungspotenzial
Soto betonte die Effizienz des VAR-Systems: „Das VAR ist ein großartiges Werkzeug, die Trefferquote liegt bei 92 Prozent.“ Er räumte jedoch ein, dass Fehler des VAR besonders ins Gewicht fallen: „Wenn ein VAR-Fehler passiert, tut es mir am meisten leid. Wir arbeiten daran, diesen 8-prozentigen Fehleranteil zu reduzieren.“ Die Kritik an der Berichterstattung von Real Madrid TV ließ er nicht unerwähnt: „Ich sehe keine Real Madrid TV, sie schicken mir auch keine Videos. Ich glaube, es gibt dieses Jahr weniger Videos.“

Fehlentscheidung bei alberola rojas und kritik an sánchez martínez
Ein besonders brisantes Thema war die Entscheidung, Javier Alberola Rojas für das Spiel Real Madrid gegen Girona einzusetzen, das mit einem umstrittenen Elfmeter endete. Soto gab zu: „Es war ein Fehler, Alberola Rojas in diesem Spiel zu designieren. Das wird im nächsten Jahr nicht wieder vorkommen.“ Auch die Nichtberücksichtigung von Sánchez Martínez für die WM überraschte den CTA-Vorsitzenden. Die Reduzierung der VAR-Eingriffe um 21 Prozent im Vergleich zum Vorjahr wurde ebenfalls angesprochen, verbunden mit dem Appell, die VAR-Schiedsrichter weiter auszubilden, da sie nicht über 15 Jahre Erfahrung mit dem System verfügen.

Negreira-affäre: soto distanziert sich und betont transparenz
Im Hinblick auf die anhaltende Negreira-Affäre erklärte Soto: „Ich habe nichts mit Negreira zu tun. Ich hatte gehofft, dass dieser Fall dazu beiträgt, den Medienrummel zu reduzieren.“ Er betonte, dass die Schiedsrichter die Hauptleidtragenden sind und dass die Designierung der Schiedsrichter von Goyo Manzano, Teixeira und ihm selbst vorgenommen wird, wobei er einen ersten Vorschlag auf Basis einer Rangliste abgibt.
Die Beziehungen zum Real Madrid sind „sehr herzlich und von gegenseitigem Respekt“, so Soto, der betonte, dass Fehler eingestanden werden, wenn sie auftreten. „Wir empfangen eine große Anzahl von Clubs, um ihnen zu erklären, was sie fordern.“
Soto schloss seine Aussagen mit der Feststellung, dass er sich über die hohe Spannungsstufe im Fußball überrascht zeigte und betonte, dass er sich von seinem vorherigen Job in den neuen Posten als CTA-Präsident berufen fühlt, obwohl dies für viele unerklärlich sein mag. Es ist eine Herausforderung, die er annehmen wird.
