Vanoli zieht mit der fiorentina ins viertelfinale ein – raków kassiert den knock-out
Die Fiorentina schlägt Raków Częstochowa mit 2:1 und reist mit Rückenwind nach Polen. Gudmundsson verwandelt den Elfmeter in der 89. Minute – ein Schlag ins Gesicht der polnischen Defensive.
Raków-fehlerkette beginnt schon vor der pause
Tomczyk versuchte, mit einer Fünferkette die Flügel der Viola abzudecken, vergaß aber das Zentrum. Das half wenig: Bereits nach 23 Minuten nutzte Beltran die erste Lücke, tankte sich durch drei Gegenspieler durch und schob zur Führung ein. Raków antwortete mit Distanzschüssen, doch Terracciano parierte alles, was ging. Kurz vor dem Seitenwechsel der Ausgleich: Nowak traf per Kopf – 1:1.
Nach der Pause schalteten die Hausherren einen Gang höher. Raków wirkte platt, hatte die Beine nicht mehr. Vanoli brachte Gudmundsson für Sottil – ein Schachzug, der sich auszahlen sollte. In der 89. Minute foultete Szymański Beltran im Strafraum. Der Isländer ließ sich nicht zweimal bitten und hämmerte den Ball unten links ins Netz. Stadio Franchi tobte, Raków schaute leer.

Polen-reise wird zur zitterpartie
Der Vorsprung ist schmal, das Auswärtstor macht es eng. Raków muss gewinnen, hat aber zuletzt drei Pflichtspiele in Folge verloren – zuletzt ein 1:3 gegen Górnik Zabrze. Die Moral ist im Keller, die Europa-Plätze in der Ekstraklasa sind weg. Für Tomczyk wird es zur Prestige-Frage: entweder Viertelfinale oder Saison-Totalausfall.
Vanoli kann dagegen rotieren. Kean kehrt zurück, Barák ist gelbgesperrt. Die Bank ist breit, der Sturm heiß. Die Buchmacher sehen die Viola klar vorne: Goal-Quote 1,65, Draw-no-Bet auf Florenz bei 1,50. Doch wer die polnischen Winterstadien kennt, weiß: Raków kann in einer Nacht wie dieser alles umdrehen.
Donnerstag, 18.45 Uhr, stadion miejski – 12 Grad, Schneeregen angekündigt. Die Kugel rollt, die Köpfe rauchen. Die Conference League liefert ihr nächstes Kapitel – und die Fiorentina hat das Heft in der Hand.
