Van aert stoppt pogacars monument-träume: triumph in der hölle des nordens!
Compiegne – Ein denkwürdiger Tag für Wout van Aert! Der Belgier hat Tadej Pogacar in einem packenden Zweier-Sprint bei Paris-Roubaix 2026 geschlagen und damit dem Slowenen die Chance auf einen historischen Monument-Sweep verwehrt. Das Rennen, geprägt von zahlreichen Defekten und dramatischen Momenten, wird als eine der härtesten Austragungen der „Hölle des Nordens“ in die Geschichte eingehen.
Van der poel verliert die chance auf den vierten sieg
Mathieu van der Poel, der dreifache Sieger, erlebte einen Albtraum im berüchtigten Wald von Arenberg. Ein Platten zerstörte seine Ambitionen auf einen vierten Triumph förmlich. Obwohl er unermüdlich eine beeindruckende 100 Kilometer lange Aufholjagd startete, reichte es am Ende nur für den vierten Platz. Sein Opfer, Jasper Philipsen, bot ihm zwar sein Rad an, doch technische Probleme verzögerten seine Rückkehr ins Rennen um schätzungsweise zwei Minuten – ein entscheidender Nachteil.
Für van Aert ist es der erste Sieg in Roubaix und der zweite Triumph bei einem Monument nach Mailand-Sanremo 2020. Er bewies Nervenstärke und taktisches Geschick, als er sich gemeinsam mit Pogacar absetzte und das Duo in der Folge einen taktischen Kampf lieferte, in dem keiner dem anderen die Führung abnehmen konnte.
Jasper Stuyven sicherte sich den dritten Platz, 13 Sekunden hinter dem Spitzenduett, nachdem er sich aus der Verfolgergruppe absetzen konnte, in der auch van der Poel und Christophe Laporte zu finden waren. Der Sprint im Velodrom wurde von van der Poel vor Laporte, Tim van Dijke und Mads Pedersen gewonnen. Nils Politt erreichte als Neunter das Ziel, 2:36 Minuten hinter den Siegern.

Ein rennen voller dramatik und defekten
Von Beginn an herrschte ein extremes Tempo vor, und eine klassische Fluchtgruppe konnte sich nicht entscheidend absetzen. Pogacars UAE-Team kontrollierte das Rennen frühzeitig. Bereits vor den ersten Kopfsteinpflastersektoren kam es zu einer Windkante, die das Feld teilte. Die zahlreichen Defekte, die das Rennen prägten, forderten ihren Tribut von allen Fahrern, darunter auch Pogacar, van der Poel und van Aert. Die Schwierigkeiten im Wald von Arenberg waren besonders hart, und die Opferbereitschaft von Philipsen für van der Poel verdeutlichte die Intensität des Rennens. Die Zahl der Stürze und Defekte unterstreicht, warum Paris-Roubaix als „Hölle des Nordens“ gilt – ein Rennen, das nicht nur Kraft, sondern auch Glück erfordert.
Die Lücke zu den Führenden betrug kurzzeitig bis zu 18 Sekunden, als van Aert und Pogacar in den letzten schweren Sektoren, insbesondere im Carrefour de l’Arbre, attackierten. Doch Van Aert hielt dagegen und feierte schließlich seinen Sieg, während Pogacar die historische Chance verpasste, alle fünf Monumente zu gewinnen.
Die Erleichterung war ihm deutlich anzusehen, als er die Ziellinie überquerte. Ein Sieg, der durch Kampfgeist, taktisches Geschick und eine gehörige Portion Glück errungen wurde.
