Valverde wirbelt city mit 21-minuten-hattrick weg – real auf kurs zum bayern-duell

Real Madrid ohne Mbappé? Kein Problem, wenn Federico Valverde aufläuft. Der Uruguayer schoss die Königlichen mit einem bissigen Hattrick innerhalb von 21 Minuten zum 3:0-Sieg gegen Manchester City und legte schon im Achtelfinale-Hinspiel den Grundstein fürs Viertelfinale gegen den FC Bayern.

Donnarumma patzt, valverde sticht zu

Die 20. Minute war noch jung, da schlug Thibaut Courtois einen Ball der alten Schule. Sein Abschlag segelte über die gesamte City-Defensive, Josko O’Reilly verlor die Orientierung, Valverde sprintete durch die Lücke, umspielte Gianluigi Donnarumma und eröffnete das Schützenfest. Sieben Minuten später legte Vinícius Júnior quer, wieder Valverde, wieder eins in die Maschen. Kurz vor der Pause schraubte sich Brahim Díaz die Kugel in den Sechzehner, Valverde nahm sie mit der Fußspitze mit und knallte sie ins Eck – 3:0, Gänsehaut, Ausverkauft.

City wirkte wie betäubt. Kein Pressing, keine Idee, kein Torschuss bis zur Pause. Pep Guardiola lehnte sich mit hängendem Kopf an die Seitenlinie, als hätte jemand die Fernbedienung versteckt.

Elfmeter-drama und ausgleichsanschläge

Elfmeter-drama und ausgleichsanschläge

Nach dem Seitenwechsel wechselte Guardiola dreifach, brachte frische Beine, neue Impulse. Doch die einzige Szene, die halbwegs zitterte, war ein Foul von Donnarumma an Vinícius – Elfmeter. Der Brasilianer schoss, der Keeper flog, parierte sich selbst die Blamage. Danach plätscherte die Partie vor sich hin. City besaß 68 Prozent Ballbesitz, doch Torgefahr? Fehlanzeige.

Real verzichtete auf Zugeständnisse, spielte die Uhr runter und schonte Kräfte für das, was in den Katakomben schon feststeht: ein Duell mit dem FC Bayern, wenn das Rückspiel in Manchester die Formsache erledigt, die es nach diesem Abend ist.

Die zahlen, die guardiola nicht schlafen lassen

Die zahlen, die guardiola nicht schlafen lassen

Valverde traf dreimal aus vier Schüssen, gewann 12 von 15 Dribblings und sprintete 11,2 Kilometer – mehr als jeder andere. Real gewann die Zweikämpfe mit 58 Prozent, verschoss seit 14 Pflichtspielen keinen Elfmeter mehr und kassierte in den letzten fünf Heimspielen der K.o.-Phase kein Gegentor. City hingen in Madrid erstmals seit 2018 ohne eigenen Treffer da, ein Novum unter Guardiola.

Die Königlichen fliegen mit einem Bein im Viertelfinale nach Manchester, der FC Bayern wartet bereits mit dem Koffer gepackt. Wenn beide Teams ihre Hausaufgaben erledigen, steht das 31. Duell zwischen Real und Bayern an – und Valverde dürte wieder der Mann sein, der den Unterschied macht.