Valladolid: alejo fordert 50-punkte-ziel – und spricht über pfiffe
Real Valladolid steht vor dem Saisonabschluss, doch die Stimmung im Umfeld des Clubs ist alles andere als euphorisch. Im Interview mit Kindern des Colegio Agustinas bei Radio MARCA Valladolid nahm Iván Alejo, der Rechtsverteidiger, kein Blatt vor den Mund und sprach offen über die schwierige Saison und die Herausforderungen, die auf den Verein zukommen.
Die bittere realität und der blick nach vorne
Alejo machte deutlich, dass das primäre Ziel für die kommende Saison klar sein muss: „Das erste Ziel nächste Saison muss es sein, 50 Punkte zu erreichen.“ Er betonte den Willen, sich mit noch größerer Entschlossenheit anzunehmen als in der aktuellen Saison. „Je früher wir unsere Realität akzeptieren, desto schneller werden wir wachsen“, so der Verteidiger. Ein Appell an die Fans, den Verein und die Spieler, wieder zu einer Einheit zu werden, schloss sich an. Die aktuelle Situation, geprägt von Kritik und Pfiffen, sei zwar verständlich, aber keineswegs wünschenswert.
Ein Saisonhöhepunkt, eine bittere Erfahrung. Alejo blickte auch auf seine persönliche Leistung zurück. „Es ist die Saison, in der ich am meisten gespielt habe, ohne Zweifel. Physisch war ich am Ende allerdings nicht mehr ganz so fit.“ Eine kleinere Verletzung im Spiel gegen Real B hatte ihn gezwungen, im wichtigen Duell gegen Real Zaragoza zu forzieren. „Ich wusste, dass wir dieses entscheidende Spiel gewinnen würden.“
Besonders bewegend waren seine Worte über sein Debüt im Estadio José Zorrilla: „Ich war nervöser bei meinem ersten Heimspiel gegen Ceuta und sogar noch nervöser in der Nacht vor meinem Transfer. Es war ein Traum aus Kindheitstagen, für Real Valladolid zu spielen. Ich hätte hier umsonst gespielt.“ Eine Entscheidung, die er jederzeit wieder treffen würde, betonte er.

Passional, wettbewerbsorientiert und ein kämpfer
Alejo bekannte sich als „sehr passionalen und wettbewerbsorientierten Spieler“. Er gestehe ein, dass er es genieße, auf gegnerischen Plätzen ausgebuht zu werden. „Es hat mich allerdings überrascht, wie wenig Respekt dem Real Valladolid von den Schiedsrichtern entgegengebracht wurde. Ich erwarte keine Sonderbehandlungen, aber schon Gleichbehandlung.“
Die Vaterrolle hat sein Leben verändert. „Ich war ein Spieler, der seine Probleme oft mit nach Hause nahm. Die Geburt meines Sohnes hat meine Denkweise jedoch ein wenig verändert.“ Ein Ratschlag von seinem ehemaligen Trainer Mendilibar, der ihm einst prophezeit hatte, dass das Leben ihn hart bestrafen würde, wenn er seine Erfolgsfreude nicht zügelte, prange ihm noch immer vor Augen. „Das Wichtigste bei Trainern ist heutzutage, gute Gruppenmanager zu sein.“
Die kommenden Aufgaben für Valladolid werden entscheidend sein. Ob Alejo und seine Mannschaft die gesteckten Ziele erreichen können, bleibt abzuwarten. Doch eines ist klar: Der Kampfgeist und die Leidenschaft des Verteidigers werden dem Verein in jedem Fall zugutekommen.
