Valencia sagt adeu: rendall correia beendet siebenjährige amtszeit
Ein Kapitel im spanischen Fußball ist zu Ende: Thierry Rendall Correia verlässt nach sieben Jahren den FC Valencia. Der portugiesische Linksverteidiger, der seit September 2019 im Verein war, geht mit dem Auslaufen seines Vertrags am 30. Juni seinen Weg. Ein Abschied mit gemischten Gefühlen, denn die Zeit in Valencia war geprägt von sportlichem Aufstieg, aber auch von schweren Rückschlägen, insbesondere durch Verletzungen.

Ein turbulenter start und die suche nach konstanz
Correias Ankunft im Mestalla-Stadion fiel zeitgleich mit einer turbulenten Phase zu, als der Verein Marcelino entließ und Albert Celades übernahm. Diese Umbruchsphase prägte die Anfangszeit des Portugiesen, der als möglicher Nachfolger von Joao Cancelo gehandelt wurde – eine Erwartungshaltung, die er letztendlich nicht in vollem Umfang erfüllen konnte. Valencia hatte 12 Millionen Euro für ihn an Sporting Lissabon überwiesen, in der Hoffnung, einen echten Leistungsträger für die Defensive zu gewinnen.
In einem emotionalen Abschiedsbrief auf Instagram bedankte sich Correia bei Verein, Fans und allen, die ihn auf seinem Weg begleitet haben. Er sprach von einem „großen Stolz“, das Trikot des FC Valencia getragen zu haben und die Atmosphäre im Mestalla zu erleben. „Es sind Jahre gewesen, die mich nicht nur als Spieler, sondern vor allem als Mensch gewachsen haben. Ich habe gelitten, gekämpft und schwierige Zeiten körperlich und mental überwunden, aber nie aufgehört zu arbeiten und zu glauben“, so Correia.
Besonders die letzten zwei Spielzeiten waren von Verletzungspech überschattet. Im Oktober 2023 zog sich der 27-Jährige einen Kreuzbandriss zu, der ihn über zehn Monate außer Gefecht setzte und zwei Operationen erforderte. „Diese letzten zwei Jahre waren nicht einfach, und ich beende diese Ära anders, als ich es mir gewünscht habe. Der Fußball ist eben so – nicht jede Geschichte endet, wie man sie sich vorstellt.“
Die Hoffnung, dass Correia zu dem erhofften Nachfolger von Cancelo wird, zerschlug sich. Trotz einiger Lichtblicke konnte er sich nie wirklich als feste Größe in der valencianischen Abwehr etablieren. Sein Vertrag, der zunächst bis 2024 lief und später unter Anil Murthy bis 2026 verlängert wurde, beinhaltete eine Ausstiegsklausel von 100 Millionen Euro – eine Summe, die angesichts der jüngsten Entwicklungen illusorisch erscheint.
Am Ende bleibt ein Abschied, der von Dankbarkeit, aber auch von Enttäuschung geprägt ist. Correia verlässt Valencia als ein Spieler, der trotz aller Widrigkeiten stets sein Bestes gegeben hat. Die Fankurve wird ihn vermutlich mit einer gewissen Wehmut, aber auch mit Respekt verabschieden. Denn trotz der fehlenden Konstanz hat er immerhin gezeigt, dass er zu einem Einsatz bereit ist, wenn man ihn braucht. Seine Zeit in Valencia zeigt, dass der Profifußball oft unberechenbar ist und auch vermeintliche Talente nicht immer die Erwartungen erfüllen können.
Die Entscheidung, sich von Correia zu trennen, ist somit ein logischer Schritt für den FC Valencia, der sich nun nach neuen Defensivkräften umsehen muss. Ob sein Weg ihn zurück nach Portugal führen wird oder ob er eine neue Herausforderung in einer anderen Liga sucht, bleibt abzuwarten. Die Bilanz seiner sieben Jahre in Valencia: ein Mix aus Hoffnung, Enttäuschung und dem unbestreitbaren Beweis, dass der Fußball mehr ist als nur ein Spiel – es ist eine Achterbahn der Emotionen.
