Valdano analysiert real madrids trainerwahl: mourinho-saga beendet?
Madrid bangt. Die Suche nach einem Nachfolger für Carlo Ancelotti nimmt Fahrt auf, und die Spekulationen um mögliche Kandidaten für die Trainerbank von Real Madrid erreichen ihren Höhepunkt. Ehemaliger Spieler und Funktionär Jorge Valdano hat in einem Interview bei Movistar Plus+ Deportes nun Licht ins Dunkel geworfen und einige überraschende Aussagen getätigt.
Mourinho: ein kapitel abgeschlossen
Valdano, der zwischen 1984 und 1987 als Spieler und von 1994 bis 1996 als Trainer bei Real Madrid wirkte, machte seine Position in Bezug auf José Mourinho unmissverständlich klar: „Mourinho ist ein abgeschlossenes Kapitel für den Verein. Ich sehe keine Möglichkeit eines Comebacks.“ Die portugiesische Fachpresse vermeldet bereits, dass Mourinho nun verstärkt Benfica Lissabon ins Auge fasst. Ein Wechsel von Mourinho zum portugiesischen Meister scheint realistischer als eine Rückkehr an die Bernabéu.

Pochettino im fokus: ein alter bekannter
Andererseits scheint der argentinische Trainer Mauricio Pochettino, aktuell Coach der US-Nationalmannschaft, in Madrid wieder stärker in der Diskussion zu sein. „Pochettino ist ein Trainerprofil, das im Verein sehr geschätzt wird“, betonte Valdano. „Er war bereits zweimal sehr nah dran, und das zeigt, dass er den Erwartungen des Klubs entspricht.“ Seine bisherige Trainerkarriere, geprägt von erfolgreichen Etappen bei Tottenham Hotspur und Paris Saint-Germain, könnte ihn zum idealen Kandidaten für die anspruchsvolle Aufgabe in Madrid machen.

Klopp: ein luxus, den madrid sich aktuell nicht leisten kann
Jurgen Klopp, der derzeit als Global Football Director bei Red Bull tätig ist, wurde ebenfalls ins Gespräch gebracht. Valdano zeigte sich jedoch skeptisch: „Klopp benötigt ein Jahr, um eine Mannschaft zu formen und die nötige physische Intensität zu erreichen. In einem Verein wie Madrid, wo sofortige Ergebnisse gefordert sind, erscheint das unrealistisch.“ Die Geduld, die Klopp benötigt, um seine Spielphilosophie umzusetzen, scheint in Madrid rar gesät zu sein.
Scaloni: erfahrung fehlt
Auch Lionel Scaloni, der Weltmeistertrainer Argentiniens, wurde thematisiert. Valdano räumte zwar seine Qualität ein, betonte aber: „Scaloni ist zweifellos ein Weltmeister, aber ihm fehlt die Erfahrung im Vereinsfußball. Es wäre riskant, ihm direkt das Ruder bei einem Top-Klub wie Real Madrid anzuvertrauen.“
Morientes schlägt überraschende lösung vor
Neben Valdano äußerte auch Fernando Morientes, ehemaliger Stürmerstar von Real Madrid, seine Meinung. Er schlug überraschenderweise Raúl González Blanco als möglichen Nachfolger vor: „Wenn ich Sportdirektor wäre, würde ich Raúl auf die Trainerbank holen.“ Die Entscheidung, Arbeloa vor Raúl zu bevorzugen, sei ihm ein Rätsel geblieben, wie Morientes weiter ausführte. Die Frage, wer letztendlich die Nachfolge von Ancelotti antritt, bleibt offen – doch die Diskussion hat begonnen.
