V-16-blinker: dgt setzt auf fortbestand – trotz kritik

Die Debatte um den V-16-Blinker ist noch lange nicht abgeschlossen. Pere Navarro, Generaldirektor der Dirección General de Tráfico (DGT), verteidigte das System vehement vor dem Kongress der Abgeordneten und betonte, dass es „alles Vorteile“ biete. Doch hinter der offiziellen Linie verbergen sich Stagnation der Verkaufszahlen und scharfe Kritik von Seiten der Opposition.

Ein vergleich, der sticht: das alte dreieck

Navarro argumentierte, dass der V-16 im Vergleich zum traditionellen Warndreieck deutliche Vorteile habe. „Das Dreieck erfordert, dass man aussteigt, die V-16 nicht. Das Dreieck hatte keine Beleuchtung, die V-16 schon, wenn auch nicht optimal. Und das Dreieck war nicht vernetzt, die V-16 ist es.“ Ein besonders bewegendes Argument lieferte ein Brief einer behinderten Person, die Navarro vorlas und darin ihre Dankbarkeit ausdrückte, da sie zuvor Schwierigkeiten hatte, das Dreieck zu platzieren.

Doch die Erfolgsgeschichte trügt den Schein. Die Verkaufszahlen des Blinkers sind ins Stocken geraten, was Navarro auf eine Beschwerde der Partido Popular (PP) bei der Europäischen Kommission zurückführt. Diese beanstandete, dass die DGT die Informationspflichten nicht ausreichend erfüllt habe. „Sie haben es angeprangert, ohne vorher mit der DGT gesprochen zu haben“, kritisierte Navarro scharf. „Das nenne ich ‚schwänzen‘, und im Schulalter hatte der Schwänzer keinen guten Ruf.“

Ein pionier mit verbesserungspotenzial

Ein pionier mit verbesserungspotenzial

Trotz der aktuellen Probleme betonte Navarro, dass Spanien als erstes Land die Einführung des V-16-Blinkers vorangetrieben habe. „Da können wir stolz sein.“ Allerdings räumte er auch ein, dass die Umsetzung hätte besser laufen können: „Alles im Leben könnte man besser machen. Es ist unmöglich, jeden zufrieden zu stellen.“

Die DGT hält jedoch an dem System fest. „Die V-16 ist eine Maßnahme, die gut funktioniert und bleiben wird“, erklärte Navarro. Ob die Kritik der PP und die Stagnation der Verkaufszahlen die DGT dazu bewegen werden, ihre Strategie zu überdenken, bleibt abzuwarten. Fest steht: Die Debatte um den V-16-Blinker ist noch lange nicht abgeschlossen und wird die Verkehrspolitik in Spanien weiterhin beschäftigen.