Usyk zögert: kabayel könnte kampflos weltmeister werden

Der ukrainische Box-Tzar Oleksandr Usyk spielt mit dem Feuer. Kaum jemand wagt es, den unangefochtenen König der Schwergewichtler so offen zu provozieren. Doch mit einem einzigen Satz hat er Agit Kabayel aus dem Ruhrpott in die Schlagzeilen katapultiert: „Vielleicht boxe ich gegen Kabayel – vielleicht auch nicht.“

Ein satz, der millionen kostet

Usyk erklärte der Daily Mail, dass er durchaus einen dritten Kampf gegen Tyson Fury abschieben könnte, wenn das Geld stimmt. Dass dabei Kabayel als Pflichtgegner auf der Strecke bleibt, scheint ihm egal. Die WBC hat den Deutschen bereits offiziell zum Pflichtherausforderer erklärt – ein Termin im Herbst 2026 steht. Doch Usyk lässt sich nicht drängen. „Ich muss nicht gegen ihn kämpfen“, sagt er kalt. Ein Satz, der in Deutschland für Empörung sorgt.

Kabayel, 33, ungeschlagen in 27 Kämpfen, hat sich monatelang auf diesen Moment vorbereitet. Sein Ziel: der erste deutsche Schwergewichtsweltmeister seit Max Schmeling – fast ein Jahrhundert später. Doch statt einer fixen Zusage bekommt er ein schwaches „Vielleicht“. Usyk spielt Poker auf höchstem Niveau. Die Frage ist: Wie lange noch?

Wenn usyk nicht antritt, wird kabayel zum könig erklärt

Wenn usyk nicht antritt, wird kabayel zum könig erklärt

Die WBC-Regeln sind klar: Weigert sich ein Champion, den Pflichtgegner zu boxen, kann der Interimschampion kampflos zum regulären Weltmeister ernannt werden. Kabayel trägt bereits den Gürtel des Interimsweltmeisters. Sollte Usyk sich entscheiden, gegen Rico Verhoeven oder Fury zu boxen, könnte Kabayel im September in Deutschland vor leeren Rängen zum Champion erklärt werden – ohne einen einzigen Schlag.

Ein Schicksal, das Kabayel selbst ablehnt. „Ich will den Gürtel im Ring holen, nicht per Fax“, sagte er kürzlich. Doch Usyk scheint das wenig zu interessieren. Sein Fokus liegt auf Geld und Legendenstatus. Kabayel ist für ihn nur eine Fußnote – vorerst.

Die Uhr tickt. Die Deadline rückt näher. Und während Usyk noch überlegt, trainiert Kabayel weiter – in Stadeln, im Wald, im Ring. Kein Luxus, kein Medienzirkus. Nur Schweigen und Schweiß. Er weiß: Wenn Usyk sich querstellt, wird die WBC handeln müssen. Und dann könnte Deutschland seinen ersten Schwergewichtsweltmeister seit 1932 bekommen – ohne einen einzigen Faustschlag.

Usyk mag noch zögern. Doch die Geschichte wartet nicht. Kabayel ist bereit. Und irgendwann wird der Ukrainer antreten müssen – oder gehen.