Usa krönt sich zum wm-gastgeber: australien chancenlos!

Seattle bebte, als die USA im zweiten Einsatz als Gastgeber der Weltmeisterschaft einen souveränen 2:0-Sieg gegen Australien feierten. Der Einzug in die K.o.-Phase ist damit bereits perfekt – ein Auftritt, der die amerikanische Dominanz untermauert.

Star-tochter eröffnet den torreigen

Ein Augenschmaus für die 69.000 Zuschauer im Lumen Field war es allemal. Den Anfang machte ein außergewöhnlicher Moment: Trinity Rodman, die 24-jährige Tochter des Basketball-Superstars Dennis Rodmann, brachte den Ball ins Stadion. Die junge Fußballerin, die mit rund 1,7 Millionen Euro jährlich mehr verdient als jede andere Spielerin weltweit, ist zweifellos ein Gesicht der neuen US-Ära. Aber es war nicht nur ihre Anwesenheit, die beeindruckte.

Schon nach 676 Sekunden war die Führung Tatsache. Ein Eigentor von Australiens Cameron Burgess (30.) – ein Patzer, den sich der Verteidiger wohl noch lange anmerken lassen wird – ließ die US-Fans jubeln. Die USA hatten bereits im ersten Spiel gegen Paraguay mit einem weiteren Eigentor die Nase vorn, und das Muster bestätigte sich.

Die zweite Halbzeit gehörte ebenfalls den USA. Vor der Pause sorgte Freeman mit einem Kopfballtor (44.) für die endgültige Entscheidung. Schiedsrichter Felix Zwayer und Video-Assistent Bastian Dankert bestätigten den Treffer nach Überprüfung – ein Beweis für die Präzision und die professionelle Arbeitsweise des deutschen Schiedsrichterteams.

Die Säulen des US-Teams zeigten ohne ihren verletzten Star Christian Pulisic (27) ihre Stärke. McKennie, der ehemalige Schalke-Spieler, Leverkusens Tillman, der Defensivspezialist Chris Richards (Ex-Bayer, Hoffenheim) und der Stürmer Balogun, der bereits im ersten Spiel gegen Paraguay zwei Tore erzielte, waren die tragenden Pfeiler der Mannschaft.

Popovics taktische fehlentscheidung

Popovics taktische fehlentscheidung

Australiens Trainer Tony Popovic muss sich hingegen für seine taktische Ausrichtung verantwortlich machen. Seine defensive Spielweise und vor allem die Entscheidung, die Torschützen des 2:0-Sieges gegen die Türkei, St. Paulis Metcalfe und Irankunda, auf der Bank zu lassen, waren ein fataler Fehler. Wie Jürgen Klopp, der als Magenta-Experte die Partie verfolgte, anmerkte: „Australien findet gar nicht statt.“

Es bleibt abzuwarten, ob die Australier, die sich in einem Videoclip eindrücklich gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus positioniert hatten, in der Folge ihre Leistung steigern können. Der Kapitän Jackson Irvine, der vor dem Turnier die FIFA für die Verleihung des Friedenspreises an US-Präsident Donald Trump kritisiert hatte, muss nun mit seinem Team wieder auf dem Platz bestehen.