Us open: legenden, rekorde und überraschende comebacks

Shinnecock Hills bebt! Die 126. Austragung des US Open steht vor der Tür, und die Geschichte dieses prestigeträchtigen Turniers ist reich an Aufsehen erregenden Momenten und unvergesslichen Legenden. Ein Blick zurück auf die Rekorde, die dieses Major so besonders machen.

Die ewigen sieger: vierfach-champions

Wenn man an den US Open denkt, fallen einem sofort Namen wie Willie Anderson, Robert T. (Bobby) Jones Jr., Ben Hogan und Jack Nicklaus ein. Jeder von ihnen krönte sich viermal zum Champion, ein Beweis für ihre Dominanz und ihr außergewöhnliches Talent. Tiger Woods, der Mann, der Generationen geprägt hat, folgt mit drei Titeln. Doch seine Ambitionen sind unverkennbar, und seine Rückkehr auf die großen Bühnen des Golfsports ist stets ein Ereignis für sich.

Ein Detail, das oft übersehen wird: Die schiere Ausdauer der Champions. Jack Nicklaus allein bestritt 44 Starts zwischen 1957 und 2000! Phil Mickelson, der „Lefty“, hält den Rekord unter den aktiven Spielern mit 34 Teilnahmen und hat dabei einiges an Erfahrung gesammelt, auch wenn der ersehnte Major-Sieg auf heimischem Boden ausblieb.

Der rausch der dominanz: tiger woods‘ historischer sieg

Der rausch der dominanz: tiger woods‘ historischer sieg

Die Zahl spricht für sich: 15 Schläge! So deutlich gewann Tiger Woods 2000 in Pebble Beach, ein Triumph, der in die Annalen der Golfgeschichte einging. Kein anderer Major-Sieg wurde je mit so einer Überlegenheit gefeiert. Die Erinnerung an diesen Moment ist noch immer lebendig und befeuert die Fantasien der Fans.

Rory McIlroy präsentierte 2011 im Congressional Country Club eine Leistung von beeindruckender Konstanz. Seine 268 Schläge, 16 unter Par, sind bis heute eine Messlatte, an der sich alle messen lassen müssen. Ein Spiel, das Eleganz und Präzision in Perfektion vereinte.

Dramatische wendungen und bittere pillen

Dramatische wendungen und bittere pillen

Arnold Palmer, der „King“, bewies 1960 in Cherry Hills Country Club, dass niemals ein Vorsprung sicher ist. Ein Comeback von sieben Schlägen im finalen Spielabschnitt katapultierte ihn zum Sieg. Ein Moment, der die Leidenschaft und den Kampfgeist verkörpert, für den Palmer so berühmt war. Aber es gibt auch die Geschichte von Phil Mickelson, der sechs Mal Zweiter wurde – ein fast schon ironischer Rekord der Bitterkeit. Sechsmal stand er am Rande des Triumphes, nur um am Ende einen Schritt zurückweichen zu müssen. Ein Beweis dafür, dass im Golfsport oft die vermeintlichen Verlierer die größten Kämpfer sind.

Von jugend und erfahrung: die bandbreite des us open

Hale Irwin zeigte 1990, dass Alter keine Barriere ist, als er mit 45 Jahren und 15 Tagen seinen dritten US Open-Titel gewann. John J. McDermott hingegen demonstrierte 1911, dass Talent keine Frage des Alters ist – er war erst 19 Jahre, zehn Monate und 14 Tage alt, als er seinen ersten Titel gewann. Und wer erinnert sich an Beau Hossler, der als 17-jähriger im Jahr 2012 das Cut-Off erreichte und damit für Furore sorgte? Ganz anders Sam Snead, der mit 61 Jahren und 19 Tagen noch immer für Gesprächsstoff sorgte und das Cut-Off erreichte.

Die jüngste Teilnahme überhaupt? Andy Zhang, gerade mal 14 Jahre und sechs Monate alt, wagte 2012 den Sprung in die Welt der Profis. Und Arnold Palmer, der legendäre „King“, bestritt 1994 im Alter von 64 Jahren, neun Monaten und neun Tagen seinen letzten US Open-Start. Eine Karriere, die bis zum Schluss von Leidenschaft und Respekt geprägt war.

Die Amateurspieler haben ebenfalls ihren Beitrag zur Geschichte des US Open geleistet. Namen wie Francis Ouimet, Jerome D. Travers, Charles Evans Jr., Robert T. (Bobby) Jones Jr. und John Goodman sind untrennbar mit dem Turnier verbunden und haben die Tradition des Amateur-Golfsports hochgehalten.