Us open: hidalgo kämpft – doch der titel gleitet davon
Shinnecock Hills war erneut eine grausame Bühne. Während Rahm, DeChambeau und Co. bereits am Freitag scheiterten, kämpfte Ángel Hidalgo tapfer, doch ein Platz im Kampf um den US Open-Titel bleibt ihm verwehrt. Ein Look hinter die Kulissen eines anstrengenden Turniers.

Ein zäher kampf gegen die herausforderungen des kurses
Der US Open gilt gemeinhin als das unbarmherzigste Major und die diesjährige Austragung auf Shinnecock Hills unterstreicht diesen Ruf nur allzu deutlich. Giganten des Golfsports wie Jon Rahm, Bryson DeChambeau, Viktor Hovland und Brooks Koepka mussten bereits am Wochenende die Segel streichen. Für das spanische Team blieb nur noch Ángel Hidalgo, der mit dem klaren Anspruch antrat, seine Erwartungen zu erfüllen.
Hidalgo zeigte sich von der Härte des Kurses nicht einschüchtern lassen und kämpfte verbissen um jeden Schlag. Mit einer 74er Runde am Samstag brachte er sein Gesamtergebnis auf 217 Schläge und schied damit aus dem Titelrennen aus. Trotzdem hielt er sich sein Ziel eines Top-15-Platzes vor Augen, was angesichts der schwierigen Bedingungen und der starken Konkurrenz keine leichte Aufgabe ist.
Der Beginn seiner Runde war holprig. Bogeys an den ersten beiden Löchern zeigten, dass Shinnecock auch für den erfahrenen Andalusier keine einfachen Antworten bereithält. Doch Hidalgo bewies seine Klasse, indem er mit zwei Birdies an den Löchern 4 und 5 zurückschlug. Dieser positive Schwung hielt jedoch nicht lange an. Ein weiterer Bogey an Loch 7 ließ ihn erneut Federn.
Doch Hidalgo ist kein Mann, der aufgibt. Seine mentale Stärke ist legendär, und auch in dieser Situation zeigte er, was in ihm steckt. Ein hervorragender Schlag an Loch 11 und 12 brachte ihm weitere Bogeys, wobei der Fehler an Loch 12 besonders schmerzhaft war, da er durch einen verpatzten Putt entstanden war. Doch er konterte mit einem weiteren Birdie und zeigte seine Widerstandsfähigkeit.
Die folgenden Löcher verliefen ruhig, mit drei soliden Pars. Doch dann kam Loch 17, an dem ein katastrophaler Abschlag links von der Bahn ihn einen vierten Bogey einbrachte – und damit seinen vierten Bogey auf einem Par 3 des Kurses. Es war ein harter Schlag für den Marbellí. Dennoch kämpfte er sich an Loch 18 durch, auch wenn ihm ein erneuter Patzer am Green das letzte Wort nahm. Die Gesamtbilanz: 3 Birdies und 7 Bogeys.
Die Herausforderungen von Shinnecock Hills sind immens, und selbst die besten Golfer der Welt kämpfen hier mit ihrer Resilienz. Ángel Hidalgo hat bewiesen, dass er zu dieser Elite gehört, auch wenn ihm der Titel nicht vergönnt war. Sein Kampfgeist und seine mentale Stärke sind beeindruckend, und es bleibt zu hoffen, dass er in Zukunft die Früchte seiner harten Arbeit ernten kann. Ob das Ziel Top 15 erreicht wird, hängt von seiner Leistung am Sonntag ab – ein Ergebnis unter dem Par wäre dafür notwendig. Die US Open haben einmal mehr gezeigt, dass es nicht nur um Talent, sondern auch um unbändige Willenskraft geht.
