Urbig steht wieder zwischen den pfosten: bayerns tor-turbulenzen vor atalanta-rückspiel

Jonas Urbig ist zurück. Nach seiner Gehirnerschütterung im Hinspiel hütet der 21-Jährige wieder das Tor des FC Bayern im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League gegen Atalanta Bergamo. Der junge Leonard Prescott, erst 16 Jahre alt, rückt auf die Bank – ein Szenario, das selbst in der verrückten Welt des Profifußballs selten ist.

Kompany rotiert durch: sechs neue in der startelf

Kompany rotiert durch: sechs neue in der startelf

Vincent Kompany greift tief in die Tasche der Tricks. Im Vergleich zum 6:1-Spektakel vor zwei Wochen tauscht der Belgier auf sechs Positionen. Min-Jae Kim, Tom Bischof, Leon Goretzka, Lennart Karl, Raphael Guerreiro und Harry Kane – letzterer zum ersten Mal seit dem Klassiker gegen Dortmund Ende Februar wieder von Beginn an – bringen frisches Blut ins Rückspiel.

Die Abwesenheiten von Michael Olise und Joshua Kimmich schmerzen. Beide gesperrt nach ihrer dritten Gelben Karte im Hinspiel. Doch Kompany scheint nicht zu zögern. Seine Philosophie: Rotation als Waffe, nicht als Notlösung.

Urbigs Rückkehr ist kein Wunder, aber ein kleines medizinisches Wunder. Eine Gehirnerschütterung ist kein Schnupfen. Die Tatsache, dass er nach nur zehn Tagen wieder einsatzbereit ist, spricht für die moderne Sportmedizin – und für Urbigs eigene Robustheit.

Sven Ulreich, der Urbig in Leverkusen vertrat, fällt mit einem Muskelbündelriss an den Adduktoren aus. Die Kette der Ereignisse liest sich wie ein Krimi: Neuer verletzt, Urbig gehirnerschüttert, Ulreich gerissen. Und nun der 16-jährige Prescott als Nummer zwei. Man ahnt: Dahinter steckt ein Plan B, C und D.

Das Spiel beginnt um 21.00 Uhr. Die Arena wird kochen. Atalanta muss einem 1:6 hinterherlaufen, Bayern spielt mit dem Feuer der Verzweifelten. Urbig steht im Tor, Prescott auf der Bank – und irgendwo zwischen Hoffnung und Panik wartet das Viertelfinale.