Un-nooh zerlegt o'sullivan mit 147er-blitz und reißt titel in yushan

10:7, sieben Centuries, eine 147 – und alles in 27 Minuten. Thepchaiya Un-Nooh hat das Snooker-Feuerwerk in Yushan angezündet und Ronnie O'Sullivan mit einem Schlag aus dem Turnierkatapult geschossen, der selbst den Rocket blass werden ließ.

Frame um frame: so explodierte das finale

O'Sullivan sprintete wie eh und je, führte nach der ersten Session 4:0. Die chinesische Halle rauschte, der Titel schien glich der Formel-1-Pilot seinem sechsten World-Open-Pokal entgegen. Doch Un-Nooh schaltete einen Gang höher. Fünf Frames in Serie, 5:4 zur Pause – und das war erst der Prolog.

Die zweite Session war ein Wechselbad aus taktischem Zauber und Break-Kaskaden. O'Sullivan antwortete mit drei Centuries (114, 102, 136) und schien das Momentum zurückzuerobern. Doch der Thai konterte mit einem Dreischlag, der in die Geschichtsbücher flattert: 132, 147, 131 – alles in 27 Minuten. Schwarze Löcher, roséfarbene Kugeln, alles weggeputzt wie im Fast-Forward-Modus.

Rekord-153er bleibt o

Rekord-153er bleibt o'sullivan, doch der pokal wandert nach bangkok

Die 153, die der Engländer gegen Ryan Day aufgelegt hatte, sicherte ihm zwar das Preisgeld für das höchste Break der Woche – doch der Pokal ging an den Mann aus Nong Khai. Un-Nooh kassierte 250.000 Pfund, das höchste Karriere-Plus seiner Laufbahn, und löste mit letzter Kraft das Ticket für die Tour Championship. O'Sullivan dagegen verzichtet auf den Start in Manchester, will sich bis zur WM schonen. Seine Aussage nach dem Match klang fast nach Demut: „Er hat mir ordentlich eins übergebraten.“

Für Un-Nooh war es der erste Titel über Best-of-19 und der erste Sieg gegen den Rocket seit fünf Jahren. Die 147 war seine siebte insgesamt, die erste im Finale eines Ranking-Turniers. Als die letzte rote Kugel versenkte, schlug er die Faust nicht in die Bande, sondern drückte die Hand des Gegners – und lächelte wie ein Schuljunge, der eben gemerkt hat, dass Träume manchmal nur 27 Minuten brauchen.