Umbruch in bad nauheim: ortwein tritt ab, keußen kommt – oha-effekt garantiert!
Bad Nauheim – Nach den ausgelassenen Feierlichkeiten zum Nicht-Abstieg in den Playdowns gegen Weiden herrscht nun erstaunliche Bewegung im Eishockey-Zweitligisten EC Bad Nauheim. Nicht nur, dass der Publikumsliebling den Verein verlässt, sondern auch der langjährige Klubchef Andreas Ortwein zieht sich aus dem operativen Geschäft zurück. Ein Wechsel, der die Wetterauer Eishockey-Szene überrascht und gleich mehrere Fragen aufwirft.
Neuer wind unter fiori – heinrizi als sportdirektor?
Nach 18 Jahren am Ruder, in denen Ortwein das Handy selten stillstand und den Verein mit viel Herzblut führte, wird er nun die Verantwortung an Christopher Fiori übergeben, der seit Jahresbeginn als neuer Geschäftsführer im Hintergrund agiert. Gerüchte um einen weiteren wichtigen Neuzugang befeuern die Aufbruchstimmung: Daniel Heinrizi, zuletzt Sportdirektor bei den Löwen Frankfurt, könnte ebenfalls zu den Roten Teufeln stoßen. Heinrizi kennt den Verein bestens, war er doch acht Jahre lang als sportlicher Leiter in Bad Nauheim tätig und pflegte bereits eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit den Frankfurter Nachwuchstalenten.
Trainer Kevin Gaudet, der als Feuerwehrmann die Mannschaft in der entscheidenden Phase der Saison rettete, wird indes auch in der kommenden Spielzeit das Sagen haben. Seine Verlängerung erhielt tosenden Applaus von den Fans, die ihm treu ergeben sind.

Vause geht, keußen kommt – derby-rival wird rot-teufel!
Ein schmerzlicher Abschied ist der Weggang von Taylor Vause, der nicht nur sportlich überzeugte, sondern auch privat in Bad Nauheim Wurzeln geschlagen hat. Seine Leistungen ließen in der letzten Saison nach, was letztlich zu seinem Abschied führte. Doch der größte Knaller steht noch bevor: Joel Keußen, der langjährige Publikumsträger der Konkurrenz aus Kassel, könnte in den Reihen der Roten Teufel stehen!
Der 34-jährige Verteidiger, der die Derby-Partien gegen Bad Nauheim immer wieder mit provokanten Gesten und Pucks in Richtung der Südkurve aufheizte, wechselt dem Vernehmen nach an den Bienrod. Ein Transfer, der für reichlich Gesprächsstoff sorgt und die Rivalität zwischen den beiden Städten neu entfacht. Keußen, der zuletzt in Kassel und Rosenheim spielte, verkörpert die Emotionen, die dieses Derby so besonders machen. Sein Wechsel zu den Roten Teufeln unterstreicht den umfassenden Umbruch, der in Bad Nauheim bevorsteht.
Die Verantwortlichen des ECN sind auf der Suche nach weiteren Verstärkungen, um die neue Saison bestmöglich anzugehen. Mit Fiori an der Spitze und möglicherweise Heinrizi als sportlichem Leiter wird eine neue Ära eingeläutet, die die Fans mit Spannung erwartet. Ob Keußen die fehlende Aggressivität in die Mannschaft bringen kann, wird sich zeigen. Eines ist jedoch sicher: Langweilig wird es in Bad Nauheim in der kommenden Saison nicht.
