Uli stein zerstört neuer-plan: baumann-snub war ein skandal
Oliver Baumann sitzt, und das ist kein Scherz, auf dem gleichen Stuhl wie vor vier Jahren. Bundestrainer Julian Nagelsmann macht ihn zum dritten Mann – hinter Manuel Neuer, hinter Marc-André ter Stegen. Für Uli Stein ist das pure Provokation. „Ich wäre nicht mitgeflogen“, donnert der 71-Jährige in der neuen kicker-Kolumne. Eine Ansage, die die Lügen der DFB-Kommunikation in Stücke reißt.
„Null sinn“: neuer ist für stein abgehängt
Stein spricht aus, was viele denken, aber niemand laut ausspricht. Seit der WM 2022 sei Neuer „objektiv nicht mehr top“. Das Champions-League-Viertelfinale in Madrid? Ein einziger Lichtblick in zwei Jahren voller Patzer. „Viele unglückliche Aktionen und Gegentore, fehlende Dynamik und Explosivität“, zählt Stein auf. Die Ruhe in der Körpersprache? Kaschierung. Die Aura? Bröckelt. Und doch fliegt Neuer als Nummer eins nach Kanada, USA, Mexiko.
Der Grund liegt nicht auf dem Platz. Stein gibt es offen zu: Neuer ist „als Typ mit seiner Erfahrung und Aura jemand, der intern und nach außen in kritischen Phasen positiv auf Prozesse einwirken kann“. Fußball-Fachchinesisch für: Er hält die Kabine zusammen. Nur – ist das Aufgabe eines Torwarts oder eines Co-Trainers?

Baumann bleibt das faire gesicht im sturm
Das 4:0 gegen Finnland war für Baumann eine Farce. Null Prüfungen, null Chance, sich zu zeigen. Nagelsmann bedankt sich mit einem Klapps auf die Schulter und einem Sitzplatz ganz hinten im Flieger. Stein: „Ich hätte kein Verständnis dafür gehabt, mitzufahren.“ Eine Ohrfeige für den Bundestrainer, der Baumanns Loyalität ausnutzt und sie als Selbstverständlichkeit verkauft.
Die DFB-Presseabteilung spricht von „gewachsener Konkurrenz“ und „breitem Kader“. Das klingt, als hätte man eine Packung Milch vergessen. Baumann schweigt, lächelt, trainiert. Ein Protokoll-Soldat in einem Spiel, das offenbar längst entschieden ist.

Stein lässt eine winzige hintertür offen – aber nur eine
Zum Schluss legt Stein nach: „Sollte alles gut gehen und das Abschneiden des Teams den Wirbel rechtfertigen, wäre ich der Letzte, der nicht sagt: Ich habe mich geirrt.“ Eine klassische Stein-Formulierung. Ironisch. Beißend. Und dennoch: Die Wahrscheinlichkeit dafür liegt, mit Verlaub, bei null Komma null. Die WM-Tickets sind gebucht – die Logik bleibt am Boden.
