Tunis: lamouchi flieht vor wm-desaster – renard übernimmt!
Schock in Tunesien: Nur wenige Monate vor dem WM-Finale ist Sabri Lamouchi nach einer demütigenden 1:5-Pleite gegen Schweden entlassen worden. Der tunesische Fußballverband (FTF) zog die Reißleine, nachdem die Generalprobe gegen Belgien ebenfalls in einer klaren 0:5-Niederlage geendet war. Ein neuer Trainer soll nun die Hoffnung auf ein erfolgreiches Abschneiden in der Weltmeisterschaft neu entfachen.

Französischer rettungsanker für die wüste
Als Nachfolger Lamouchis wurde überraschend sein Landsmann Hervé Renard präsentiert. Der 57-jährige wird ab sofort das Ruder übernehmen und bereits am Dienstag in Monterrey erwartet, um die erste Trainingseinheit zu leiten. Renard steht damit vor einer enormen Aufgabe, denn das Team benötigt dringend einen Schub an Selbstvertrauen und taktischer Klarheit.
Die Entlassung Lamouchis markiert das Ende einer turbulenten Zeit für den tunesischen Fußball. Seit Januar 2024 war er bereits der fünfte Nationaltrainer, ein Indiz für die anhaltenden Probleme im Verband. Seine Bilanz von lediglich fünf Spielen, davon vier Niederlagen, spricht Bände. Lediglich ein Sieg gegen Haiti ließ auf bessere Zeiten hoffen, doch die jüngsten Ergebnisse waren alles andere als überzeugend.
Ein trauriger Rekord: Lamouchi ist bereits der zweite tunesische Nationaltrainer, der während einer WM seinen Job verliert. Henryk Kasperczak erlitt ein ähnliches Schicksal bei der WM 1998. Die Situation erinnert zudem an die schwierigen Zeiten anderer Nationalmannschaften bei der WM 2026, wo auch Trainer wie Bum-Kun Cha (Südkorea) und Carlos Alberto Parreira (Saudi-Arabien) vorzeitig ihren Abschied nehmen mussten.
Der Druck auf Renard ist bereits enorm. Das entscheidende Spiel gegen Japan am Sonntag (6.00 Uhr MESZ/MagentaTV) in Monterrey wird zeigen, ob er die Mannschaft schnell stabilisieren kann. Ein weiterer Patzer wäre fatal, denn das letzte Gruppenspiel gegen die Niederlande steht bereits vor der Tür. Die tunesische WM-Hoffnung ruht nun auf den Schultern eines französischen Trainers – ein riskantes Spiel, aber möglicherweise die letzte Chance, das Turnier nicht als blamables Scheitern zu beenden.
