Tsv pelkum sportwelt exklusiv: drei klubs fix, ein ticket offen – das final4 der ttbl nimmt gestalt an
Drei Schläge, drei Siege, drei Finalisten. Borussia Düsseldorf, Werder Bremen und der 1. FC Saarbrücken haben sich vorzeitig für die erste Final4-Ausgabe der Tischtennis-Bundesliga qualifiziert. Nach dem 3:1 der Bremer gegen Post SV Mühlhausen am Montagabend steht das Trio fest. Wer das vierte Tickets ergattert, entscheidet sich wohl zwischen dem TTC Schwalbe Bergneustadt und den Verfolgern – mit leichten Vorteilen für die Waldbewohner.

Warum das neue format die liga entlastet und die spieler polarisiert
Die TTBL setzt Ende Mai erstmals auf ein kompaktes Finalturnier statt auf ausgedehnte Playoff-Serien. Zwei Halbfinale, ein Finale – fertig. Der Kalender wird entzerrt, die Liga spart Reisekosten, TV-Sender bekommen garantierten Spitzensport an einem Wochenende. Die Reaktionen? Zwischen Händeschütteln und Stirnrunzeln.
Timo Boll ließ nach dem Düsseldorfer Halbfinale wissen, er begrüße die Abkehr von endlosen Best-of-Five-Serien. Seine Kollegen aus der hinteren Tabellenhälfte murmeln indes von „Chancenkürzung“. Für kleinere Klubs verschwinden lukrative Heimspiel-Einnahmen, die sonst die Saison finanzieren. Die Ligageschäftsführung kontert mit dem Verweis auf steigende TV-Präsenz und Sponsorenzufriedenheit. Die Causa ist offen, die Entscheidung aber längst gefallen.
Werder Bremen profitierte am Montag von der Bremer Arena und einer furiosen Doppelleistung. Der Brasilianer Hugo Calderano ließ im zweiten Einzel kein Sandkorn gegen Mühlhausens Niagol Stojanov und beendete den Match mit einem 11:3 im fünften Satz. Danach verwaltete das Quartett um Abwehrspezialist Fan Zhendong den Vorsprung souverän. „Wir haben die Nervosität vor 1.800 Zuschauern in Energie verwandelt“, sagte Kapitän Kalinikos Kreanga nach Abpfiff. Die Saarbrücken verwiesen derweil den TTC Neu-Ulm dank Dimitrij Ovtcharovs 3:0-Sieg über dark-horse Quadri Aruna in die Sommerpause.
Nun blicken alle nach Bergneustadt. Die Schwalben führen vorzeitig 2:0 in der Vorschlussrunde gegen TTF Liebherr Ochsenhausen und können am Freitag nach Hause klarmachen. Sollte die Mannschaft um Jungstar An Jae-hyun das Ticket lösen, winkt ein Halbfinale gegen den Rekordmeister aus Düsseldorf. Die andere Partie würde Bremen gegen Saarbrücken liefern – ein Rematch des vergangenen Finals, das die Pfälzer im entscheidenden Doppel für sich entschieden.
Die Final4-Trophäe ist noch blank, die Namen der ersten Gravuren stehen fest. Die Liga wartet auf den letzten Akteur – und auf die Antwort der Fans, ob das neue Format wirklich die Zukunft ist oder nur eine Notlösung mit Glanzfolie. Ende Mai in Berlin wird der Tischtennistisch zur Bühne, der Ball zur Glaskugel. Drei Klubs feiern sich schon, der vierte träumt lautlos.
