Trentino ringt warschau im tie-break und gräbt sich tief in polen fest
Die Champions-League-Playoffs beginnen mit einem Schlag ins Gesicht der polnischen Block-Monstren: Trentino Itas erkämpft in der Halle Projekt Warschau ein 3:2, das weh tut – und zwar auf beiden Seiten der Netzes.
11:25, 25:17, 27:25, 19:25, 15:8 – die Zahlen täuschen. Dahinter steckt ein Krimi, der erst im fünften Satz die Maske fällen läßt.
Faure und lavia drehen an der klinke
Der Franzose Faure nagelt 22 Punkte an die Wand, Lavia liefert 13 plus zwei Assen, die wie Nadelstiche wirken. Doch die eigentliche Geschichte schreibt das Kollektiv: ein Block, der Warschau in Satz eins entzaubert, und eine Aufschlagserie, die die 3 000 Zuschauer in Warschau kurz vor dem Herzstillen bringt.
Trainer Mendez vertraut dem Sechser der verlorenen Supercoppa – und wird belohnt. Torwie steht als deutsche Antwort auf die polnische Wand, Flavio zieht durch die Mitte, als gäbe es kein Morgen. Bis Satz zwei alles Paletti.
Dann wechselt Warschau die Gangart. Garcia springt ein, der Block wird breiter, die Errors der Gäste häufen sich. 25:17 – Ausgleich, und plötzlich liegt der Ruf des italienischen Meisters auf dem Asphalt.

Der dritte satz ist ein minenfeld
Trento startet mit 5:10, scheint wegzulaufen, doch die Annahme wackelt, die Liberos fliegen. 20:20 – Tillie und Weber sorgen für polnische Erdbebenstärke. Erst bei 27:25 schlägt Lavia den Stecker raus. Vorsprung, aber mit zerbeultem Selbstvertrauen.
Satz vier wiederholt das Drama: Warschau legt 9:4 vor, Mendez wechselt sich selbst während des Spiels um. Bristot darf ran, Acquarone dirigiert, Garcia ballert – doch die Lücke bleibt. 25:19, alles runtergespült, alles offen.
Im Tie-Break wechselt die Physik. Trento wechselt die Nervosität gegen Erfahrung, Warschau taumelt. 8:15 – Endstand, aber das Gefühl ist klar: Diese Serie ist längst nicht entschieden.
Die Itas reisen mit einem Bein im Halbfinale, doch die Block-Armada aus Polen wird in Trient zurückkommen – und dann ohne Kompromisse.
