Imoco und milano fegen ins halbfinale – novara ringt chieri im tiebreak nieder

Die Viertelfinal-Serie der italischen Volleyball-Serie A1 ist nach dem zweiten Spiel beendet – und mit ihr jede Hoffnung auf ein Comeback der Außenseiter. Conegliano, Milano und Novara feierten am Dienstagabend Auswärtssiege und buchten vorzeitig das Ticket für die Runde der letzten Vier. Nur ein Match musste über die volle Distanz: Chieri warf alles rein, zog am Ende aber doch den Kürzeren.

Imoco lässt busto keine chance

In der E-Work Arena von Busto Arsizio dauerte es genau 74 Minuten, bis die Panther ihr Ticket lösten. 25:16, 25:17, 25:15 – die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Isabelle Haak dominierte mit 17 Punkten bei 63 % Angriffsquote, Zhu Ting lieferte 13 drauf, und Cristina Chirichella servierte die Gegner mit fünf Blockpunkten regelrecht ab. Busto kommt nur Sarah Gennari auf zweistellige Punkte (10), leistet sich dabei aber 16 Eigenfehler – sechs mehr als der haushohe Favorit. Für Imoco geht es nun im Halbfinale gegen Novara, das sich zuvor selbst noch einmal ins Schwitzen brachte.

Milano zerlegt vallefoglia mit block-kunst

Milano zerlegt vallefoglia mit block-kunst

Die Numia Vero Volley Milano ließ in Pesaro keinen Zweifel aufkommen. 13 Blockpunkte – ein Wert, der selbst in der italischen Liga selten ist – bohren Vallefoglia das Genick. Anna Danesi ist mit fünf Stoppern zugleich Match-MVP. Paola Egonu schraubt ihre Ausbeute auf 24 Punkte, während die Hausherrinnen im Angriff verzweifeln: Beide Diagonal-Außenangreiferinnen attackieren mit negativer Effizienz. Nach dem 0:3 steht Milano vor einem Champions-League-Viertelfinale gegen Vakifbank Istanbul – und vor einem Halbfinale, dessen Gegner morgen zwischen Bergamo und Scandicci ermittelt wird.

Tiebreak-drama: novara entkommt chieri

Tiebreak-drama: novara entkommt chieri

Reale Mutua Chieri führt im fünften Satz 8:4, dann 10:8 – und kriegt trotzdem nichts geschenkt. Toloks Aus-ball bringt die Gastgeber auf 10:10, doch Novara schlägt zurück, wehrt zwei Matchbälle ab und nutzt den zweiten eigenen zum 18:16. Die Zuschauer in Chieri verharren für Sekunden in einem kollektiven Schockzustand. Novara reist mit blutenden Fingern, aber voller Selbstvertrauen nach Conegliano – und bewies einmal mehr, warum Tiebreaks im Volleyball die reinste Form von Gladiatorenkampf sind.

Morgen um 20.00 Uhr entscheidet sich im Rückspiel zwischen Bergamo und Scandicci, wer im Halbfinale gegen Milano antritt. Die Serie läuft weiter – und wer jetzt noch glaubt, irgendetwas sei sicher, hat das Drama von gestern Abend nicht verstanden.