Tränen, tore und abschiede: füchse berlin verabschieden legenden
Die Max-Schmeling-Halle bebte am vergangenen Samstag nicht nur vor Jubel, sondern vor Emotionen. Die Füchse Berlin feierten einen 43:38-Sieg gegen die SG Flensburg-Handewitt, doch der verdiente Erfolg war fast Nebensache. Vielmehr stand dieser Nachmittag im Zeichen des Abschieds – fünf Spieler verließen nach vielen Jahren den Verein, und die Fans verabschiedeten ihre Idole mit Standing Ovations und Tränen in den Augen.
Ein abschied, der die herzen berührt
Besonders bewegend waren die Momente rund um Lasse Andersson und Dejan Milosavljev. Sechs Jahre lang prägte der Däne das Spiel der Berliner, sieben Jahre hütete der Serbe das Tor. Sie waren mehr als nur Leistungsträger; sie waren Gesichter und Anführer, die gemeinsam mit den Fans eine Erfolgsgeschichte im internationalen Handball geschrieben haben. Der Abschied von diesen beiden Spielern war ein emotionaler Höhepunkt eines langen, ereignisreichen gemeinsamen Weges.
Die Abschiedszeremonie erinnerte an frühere Abschiede in der Berliner Handballgeschichte – an Conny Wilczynski, Petr Stochl, Torsten Laen, Iker Romero, Hans Lindberg oder Paul Drux. Doch die Tränen, die Andersson und Milosavljev vergossen, wirkten anders, tiefer, als hätten sie ein Stück ihres Herzens in Berlin zurückgelassen.
„Es war sehr emotional, da kam alles noch einmal hoch, die ganzen schönen Erlebnisse“, gestand Andersson sichtlich gerührt. „Ich bin sehr froh, dass ich so eine gute Zeit in Berlin gehabt habe. Mein Sohn ist hier geboren, er wird immer ein Berliner bleiben.“ Die Worte des Dänen trafen die Fans mitten ins Herz und lösten einen neuen Ausbruch von Applaus und „Lasse, Lasse“-Rufen aus.

Titelversprechen und familiäre verbundenheit
Dejan Milosavljev, der mit seiner Frau Marina und den Kindern Ruža und Kosta anwesend war, ergänzte: „Meine Frau hat schon den ganzen Tag geweint, wir haben uns hier in Berlin und im Verein als Familie sehr wohlgefühlt, viele Freunde gefunden.“ Auch er blickte voller Zuversicht in die Zukunft: „Ich bin als Champions-League-Sieger aus Skopje nach Berlin gekommen, warum soll ich nicht als Champions-League-Sieger gehen? Wir holen uns das Ding!“
Die Fans, die Andersson und Milosavljev in den Himmel hoben, konnten es kaum erwarten, diese Versprechen in die Tat umzusetzen. Die Atmosphäre in der Max-Schmeling-Halle war einzigartig, ein Beweis dafür, wie tief die Verbindung zwischen den Spielern und dem Verein ist. Es war ein Abschied, der zeigt, dass Handball mehr ist als nur ein Spiel – es ist Leidenschaft, Emotionen und Zusammenhalt.
Die Füchse Berlin haben nicht nur zwei herausragende Spieler verloren, sondern auch zwei Persönlichkeiten, die den Verein nachhaltig geprägt haben. Doch der Abschied ist auch ein Neubeginn, eine Chance für neue Spieler, in die Fußstapfen ihrer Vorgänger zu treten und die Erfolgsgeschichte der Füchse Berlin fortzuschreiben. Die Fans sind bereit, ihnen dabei zu unterstützen – mit derselben Leidenschaft und Hingabe, die sie Andersson und Milosavljev entgegengebracht haben.
