Tottenham versinkt: fünfte niederlage in folge, abstieg droht
Es war der Abend, an dem Tottenham Hotspur endgültig den Boden unter den Füßen verlor. 1:3 gegen Crystal Palace im eigenen Stadion, fünfte Pleite nacheinander, und als 16. der Premier League nur noch ein einziger Punkt vom Abstiegsrang entfernt – das ist kein Formtief mehr. Das ist eine Mannschaft im freien Fall.
Rote karte als wendepunkt eines schwarzen abends
Dominic Solanke hatte die Spurs in der 34. Minute noch in Führung gebracht und kurz so etwas wie Hoffnung geweckt. Vier Minuten später war diese Hoffnung zerstört. Micky van de Ven sah Rot wegen einer Notbremse – und damit war das Schicksal dieses Spiels besiegelt, noch bevor die Halbzeit pfiff.
Was danach folgte, war eine Demontage in Zeitlupe. Ismaila Sarr traf per Foulelfmeter in der 40. Minute, Jörgen Strand Larsen legte in der 45.+1 Minute nach, und Sarr schloss das Kapitel noch vor dem Pausenpfiff mit seinem zweiten Treffer in der Nachspielzeit endgültig ab. Drei Tore in acht Minuten. Interims-Teammanager Igor Tudor konnte von der Seitenlinie aus nur zusehen.

Die zweite halbzeit: tottenham in unterzahl, ohne ideen
Nach der Pause kam nichts mehr. Zehn gegen elf, kein Rhythmus, keine Lösungen. Die Spurs, die in dieser Saison noch kein einziges Premier-League-Spiel im Jahr 2026 gewonnen haben, wirkten wie eine Mannschaft, der nicht nur die Punkte, sondern auch der Glaube an sich selbst abhandengekommen ist.
Das Bittere dabei: Tottenham steht gleichzeitig noch im Achtelfinale der Champions League. Europäischer Glanz auf der einen Seite, drohender Abstiegskampf auf der anderen. Diesen Spagat hat in der Geschichte der Premier League kaum ein Klub lange durchgehalten – und die Tabelle nach 29 Spieltagen lässt wenig Spielraum für Optimismus. Ein Punkt. Nur ein Punkt trennt die Spurs vom Abgrund.
