Tottenham stürzt ab: 1:3 gegen palace, abstieg droht
Der freie Fall geht weiter. Tottenham Hotspur verliert am Mittwochabend im eigenen Stadion gegen Crystal Palace mit 1:3 und steht nun mit nur einem einzigen Punkt Vorsprung auf die Abstiegszone. Die Luft im Norden Londons ist so dünn wie seit Jahren nicht mehr.
Ein rückstand, der das spiel begrub
Dabei hatten die Spurs gut begonnen. Dominic Solanke brachte die Mannschaft von Igor Tudor in der 34. Minute in Führung, das Stadion atmete auf. Doch vier Minuten später war alles anders. Micky van de Ven hielt Ismail Sarr am Strafraum fest, als dieser allein auf das Tor zulief — direkter Platzverweis, Elfmeter. Sarr trat selbst an und ließGuglielmo Vicario keine Chance. Aus eins zu null wurde eins zu eins, und die Partie kippte endgültig.
In Unterzahl wirkten die Spurs orientierungslos. Noch vor der Halbzeit folgte der nächste Schlag: Mathys Tel spielte einen leichtsinnigen Pass im eigenen Strafraum, Adam Wharton schaltete schnell, bediente Jørgen Strand Larsen, und der Norweger schob aus kurzer Distanz durch die Beine von Vicario zum 1:2 ein — in der ersten Minute der Nachspielzeit. Noch brutaler hätte das Timing kaum sein können.

Sarr macht den deckel drauf, die fans verlassen das stadion
In der siebten Nachspielminute vollendete Sarr seinen Doppelpack zum 1:3. Tausende der rund 60.000 Zuschauer im Hotspur Stadium hatten da längst die Treppen Richtung Ausgang genommen. Eine Demütigung auf eigenem Rasen.
Die zweite Halbzeit war eine lange Leidenszeit ohne nennenswerte Reaktion. Tudor, der die Mannschaft eigentlich stabilisieren sollte, steht mit seiner Arbeit zunehmend unter Beschuss. Seit seiner Ankunft hat sich die Lage nicht verbessert — sie hat sich verschärft.

Die tabelle lügt nicht
Tottenham steht jetzt bei 29 Punkten. Nottingham Forest und West Ham lauern mit je 28 Punkten direkt dahinter auf den Abstiegsrängen. Auf der Tribüne saß an diesem Abend übrigens Cristiano Giuntoli von Juventus — ob er sich bei dem, was er sah, Notizen machte, bleibt offen.
Und als wäre der Tabellenstand nicht schon Strafe genug: Am kommenden Dienstag müssen die Spurs in Madrid ran, im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League gegen Atlético de Madrid. Ein Team in dieser Verfassung, in der Bernabéu-Stadt. Das wird keine leichte Nacht.
