Frauen-waterpolo in neapel: cup-endspiel und trainerwechsel beim setterosa – jetzt zählt jeder treffer
Die Wasserball-Arena in Neapel kocht. Drei Tage, ein Pokal, ein neuer Bundestrainer – und zwölf Vereine, die sich nichts schenken. Am Freitag startet die Final Six der Coppa Italia femminile in der Piscina Scandone, und während Maurizio Mirarchi seine ersten Taktik-Notizen für das Setterosa macht, spielen Orizzonte gegen Padova (18.30 Uhr) und Trieste gegen Cosenza (20 Uhr) um den Einzug ins Halbfinale.
Silipo geht, mirarchi kommt – und die liga spielt weiter
Die Entscheidung fiel am Dienstagabend: Carlo Silipo muss gehen, Maurizio Mirarchi übernimmt die Nationalmannschaft der Frauen mit sofortiger Wirkung. Ein Schnitt, der in der Liga für Gesprächsstoff sorgt. Denn während die Verbandschefs in Rom Personal-Poker spielen, führt Sis Roma die Tabelle nach zwölf Spieltagen mit 32 Punkten an – zwei Zähler vor Rapallo und dem amtierenden Meister Orizzonte Catania, der mit fünf Siegen die meisten Erfolge vorweist.
Silipo selbst reagierte gelassen: „Es kann mir nicht gefallen, aber ich verstehe, dass die Ergebnisse in den letzten zwei Jahren fehlten“, sagte er im Rai-Interview. Besonders bitter: das verlorene kleine Finale der Europameisterschaft auf Madeira gegen Griechenland. „Diese Mannschaft kann sofort zurückkommen, und Maurizio hat das Zeug dazu“, betonte der 58-Jährige. Sein größter Makel: keine Goldmedaille in fünf Jahren an der Seitenlinie.

Live im tv und stream: so läuft das cup-wochenende
Samstag, 16.15 Uhr: Rai Sport zeigt die erste Halbfinale-Partie zwischen Rapallo und dem Sieger von Orizzonte-Padova. 18 Uhr folgt auf RaiPlay das Duell der Roma gegen Trieste oder Cosenza. Am Sonntag steigt um 14.30 Uhr das Spiel um Platz drei (Waterpolo Channel), um 16.30 Uhr das Finale – wieder auf Rai Sport. Ein Blick auf die Uhr genügt: Wer dabei sein will, muss sich festsetzen. Die Piscina Scandone ist restlos ausverkauft.
Die Siegerin der Coppa Italia qualifiziert sich automatisch für den Supercup. Für Roma wäre es der dationale Pokal in Folge – ein Novum im Frauen-Waterpolo Italiens. Für Orizzonte die Chance auf Revanche nach dem verlorenen Finale 2023. Und für Mirarchi ein erster Praxistest: Beobachtet vom neuen Verband, wird er genau hinschauen, welche Spielerinnen Nerven zeigen – und welche nicht.
Die Zeiten für die deutsche Nationalmannnung sind hart. Die Qualifikation zur World Cup steht Anfang Mai in Rotterdam an. Drei Wochen nach dem Pokal-Finale muss das neue System stehen. Wer da nicht schwimmt, fliegt raus. Punkt.
