Tonali zieht die fäden – italiens wm-hoffnung nach mega-comeback
Sandro Tonali ist zurück, und zwar so richtig. Nach 307 Tagen Sperre wegen der Wettaffäre prescht der 25-Jährige durchs Mittelfeld von Newcastle, als wäre nichts gewesen. Die Azzurri haben ihn längst zum Anführer erklärt – und die Premier-League-Klubs schon wieder an der Angel.

Vom idol zum coach: gattuso sitzt auf der bank
Als Kind schaute er Rino Gattuso beim Tackling zu, heute sitzt der „Ring“ als Teammanager neben ihm. „Er braucht eine halbe Sekunde, um dir die Wahrheit zu sagen, und das liebe ich“, sagt Tonali über seinen Jugendhelden. Die Chemie funktioniert: Seit Gattuso die Nazionale übernahm, hat Italien nur einmal verloren – mit Tonali als Ruhepol.
Die Zahlen sprechen eine eigene Sprache: 2,4 Balleroberungen pro Spiel, 87 % Passquote, 87 Kilometer Laufleistung in den letzten drei Länderspielen. Kein anderer italienischer Sechser kommt ran. Dabei hatte der Skandal ihn fast ausgebremst: 70 Millionen Euro Ablöse, zehn Monate Pause, unbezahlte Gehaltsrate – und trotzdem kein Gramm Selbstmitleid.
Manchester United, Arsenal und City haben laut Insidern bereits erste Fühler ausgestreckt. Die Klausel: 110 Millionen Euro, zahlbar in drei Raten. Newcastle will ihn nicht gehen lassen, doch der Spieler schielt auf die Champions League. „Ich will Titel, nicht Trostpreise“, zitiert ihn die Gazzetta. Ein Satz, der die Premier League zum Zittern bringt.
Die Uhr tickt. In 24 Monaten steht die WM in Nordamerika an, und Italiens Mittelfeld ohne Tonali? Undenkbar. Gattuso hat ihm den Armband-Captain schon mal in der Handtasche mitgegeben. „Sandrino ist unser Pulsmesser“, sagt er. „Wenn er läuft, läuft die ganze Mannschaft.“
