Tiger woods kracht erneut: golf-ikone bei unfall auf jupiter island
Die Nachricht schlägt ein wie ein Birdie-versenker aus 15 Metern: Tiger Woods ist am Dienstagnachmittag auf Jupiter Island in Florida mit seinem SUV von der Straße abgekommen und mehrfach überschlagen. Der Wagen landete laut Sheriffbüro von Martin County neben dem Fairway der Island-Route, die Woods seit Jahren als Nachbar kennt. Ob er selbst am Steuer saß, bleibt um 21:45 MEZ offiziell unbestätigt – seine PR-Agentur schweigt.
Die uhr steht jetzt auf stunde null
14:07 Ortszeit. Ein Hubschrauber kreist über der palmengesäumten Beach Road. Rettungskräfte ziehen einen schwarz-goldenen Geländewagen aus dem Graben, das Dach eingedrückt wie ein zusammengeklapptes Regenschirm-Flightdeck. Augenzeugen berichten, dass der Fahrer ansprechbar war – doch wer es ist, verrät niemand. Woods’ Partnerin Erica Herman ist nicht vor Ort, sein Caddie Joe LaCava telefoniert hektisch, doch kein Statement.
Das Déjà-vi ist perfekt: Vor fünf Jahren, am 23. Februar 2021, raste Woods bei Rancho Palos Verdes in Kalifornien mit über 135 km/h in eine Böschung. Die Folge: offene Brüche an Schien- und Wadenbein, Riesenflicken an der Rechten, Monate ohne Schläger. Seitdem spielt der 15-fache Major-Champion nur noch mit Stahl im Körper – und mit einer Startkarte fürs Masters, die er sich eigentlich bis Augusta offenhalten wollte.

Der körper war ohnehin an der grenze
Im Oktober ließ sich Woods die siebte Bandscheiben-Operation verpassen. Im März 2025 riss die Achillessehne, im Dezember folgte ein Meniskus-Trick. Die Indoor-Liga TGL, sein eigenes TV-Projekt, hatte er gerade mit einem 68er-Auftakt zugunsten seiner Foundation promotet – „Ich fühle mich 80 Prozent fit“, sagte er noch vor zehn Tagen in einem Golf Channel-Interview. Die restlichen 20 Prozent könnten jetzt entscheiden.
Die PGA-Tour reagiert zurückhaltend: „Wir warten auf verlässliche Informationen und sind in Kontakt mit seinem Team“, heißt es in einer knappen Mitteilung. Scottie Scheffler, aktuelle Weltnummer eins und Woods-Protegé, bricht nach seiner Pro-Am-Runde in Austin die Stellungnahme ab: „Ich bete für ihn und seine Familie – mehr fällt mir dazu nicht ein.“

Die uhr tickt auch für augusta
Noch elf Tage bis zum Masters-Auftakt. Woods hätte mit seiner Siegerehrung von 2019 eine lebenslange Startberechtigung, doch die sportliche Realität sieht anders aus: Kein Turnier seit der Open Championship 2024, keine Runde unter 75 Schlägen auf der Champions-Tract-Anlage seit zwei Jahren. Jetzt droht ihm erneut das Karriere-Aus in Perfektion – nicht durch Schläger, sondern durch Asphalt.
Um 23:00 MEZ will das Sheriffbüro eine Pressekonferenz geben. Bis dahin bleibt Jupiter Island in Ausnahmezustand: Hubschrauber kreisen, Reporter versperren die Bridge Road, Golf-Fans zünden Kerzen vor dem The Woods Jupiter-Restaurant. Die Insel, die ihn als Nachbarn ehrt, wird heute Nacht wach bleiben – und mit ihr eine ganze Sportwelt, die sich fragt, ob das größte Comeback des Golfsports diesmal endgültig ins Rough rollt.
