Tiago tomas trifft auf porto: vom rivalen zum ehemaligen gegner

Er kennt sie, die hitzigen Derbys gegen Porto. Doch diesmal spielt Tiago Tomas nicht für Sporting Lissabon, sondern für den VfB Stuttgart – und plötzlich ist alles anders. Am Donnerstag trifft der Portugiese im Achtelfinale der Europa League auf seinen einstigen Rivalen. Kein Hass, keine Provokationen, nur der klare Fokus auf ein Ziel: den Einzug ins Viertelfinale.

Porto ist mehr als ein gegner – es ist vergangenheit

Dreimal in der Liga, einmal im Ligapokal. Tomas’ Bilanz gegen Porto liest sich wie ein Fußball-Memento: ein Sieg, zwei Remis, eine Niederlage, kein Tor. Doch die Zahlen sagen nur die Hälfte. Die Emotionen erzählen den Rest. „In Portugal war es Rivalität. Heute sehe ich das nicht mehr so“, sagt er ruhig. Statt Groll: Respekt. Statt Revanche: Reife.

Sebastian Hoeneß, sonst ein Meister der Taktik-Geheimnisse, gibt sich diesmal auffallend offen. „Tiago hat sehr gut trainiert, wirkt sehr explosiv, sehr scharf“, sagt der VfB-Trainer. Fast klingt es wie ein Versprechen. Denn hinter den Kulissen weiß man: Tomas könnte in der Startelf stehen. Seine Tempodribblings, seine Ballsicherheit – sie passen wie angegossen auf ein Spiel, in dem Porto die Initiative übernehmen wird.

Porto spielt champions-league-niveau – stuttgart muss sich steigern

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Hoeneß schwärmt nicht nur, er warnt. „Das ist eine Mannschaft, die auch im Achtelfinale der Champions League stehen könnte“, betont er. Und das ist kein Schönreden. Porto sprintet mehr, presst früher, kombiniert schneller. Wenn Stuttgart hier nur eine Sekunde nachlässt, wird das bestraft. „Wenn du Schwächen zeigst, dann werden diese auf diesem Niveau offenbart“, sagt er. Klartext.

Tomas selbst blickt nach vorn. „Es wird ein besonderes Spiel für mich, für meine Freunde, für meine Familie“, sagt er. Und dann dieser Satz: „Wir wollen mit einem Sieg etwas Außergewöhnliches daraus machen.“ Keine Pathos, kein Pathos-Pathos. Nur der Anspruch, Geschichte zu schreiben – diesmal nicht als Sporting-Kid, sondern als Stuttgarter Hoffnungsträger.

Die Europa League bietet keine zweite Chance. Stuttgart gegen Porto – das ist kein Duell auf Augenhöhe. Es ist ein Kampf gegen die eigene Geschichte. Und Tomas? Er könnte der Schlüssel sein. Nicht weil er früher für Sporting spielte. Sondern weil er jetzt für Stuttgart brennt.