Thw kiel: saison-desaster! platz 6 und pfiffe aus der halle
Ein Schock für die Handball-Szene: Der Rekordmeister THW Kiel hat die Saison mit einer deutlichen 31:34-Niederlage gegen TBV Lemgo Lippe verpatzt und beendet die Daikin Handball-Bundesliga auf dem enttäuschenden sechsten Platz. Die Katastrophe ist vollendet, die Fans zeigen ihre Unzufriedenheit mit Pfiffen – eine Demütigung für einen Verein, der einst Maßstäbe setzte.
Die bittere wahrheit: kiel ist nicht mehr das nonplusultra
Die Saison war von Rückschlägen geprägt, Verletzungen und einer fehlenden spielerischen Linie. Pascal Hens, ehemaliger Leistungsträger, ließ seiner Enttäuschung freien Lauf: „Brutal enttäuschend! Intern wird man das so kommunizieren, das ist für den neutralen Zuschauer auch überraschend. Der THW Kiel war immer das Nonplusultra, das ist es aber definitiv nicht mehr.“ Die verpasste Qualifikation für das europäische Geschäft ist der nächste Tiefschlag für den angeschlagenen Verein.
Die Mannschaft von Trainer Filip Jicha fand selten Lösungen, obwohl sie punktuell in Topspielen Leistung zeigte. Doch die vielen enttäuschenden Auftritte, insbesondere die deutliche Niederlage in Wetzlar und das blamable Ergebnis in Minden, lassen die Saisonbilanz düster aussehen. Es ist ein Strudel, aus dem sich die Zebras selbst nicht befreien konnten.

Ein lichtblick am horizont: zerbe verlängert
Ein kleiner Lichtblick in diesem trüben Nebel: Nationalspieler Lukas Zerbe hat seinen Vertrag beim THW Kiel verlängert. Das ist zumindest eine positive Nachricht für die Fans, die sich an die Zeiten erinnern, in denen Kiel regelmäßig die europäischen Titel trug. Doch das allein kann die aktuelle Krise nicht lösen.

Gummersbach feiert, eisenach kämpft
Während in Kiel die Enttäuschung groß ist, feiert der VfL Gummersbach einen sensationellen vierten Platz. Mit einem 28:27-Sieg gegen die Rhein-Neckar Löwen krönte der Verein eine starke Saison. Trainer Gudjon Valur Sigurdsson wurde zum Trainer des Jahres gewählt, ein Zeichen für die positive Entwicklung in Gummersbach. Auch der ThSV Eisenach zeigte einen respektablen Auftritt und unterlag dem HSV Hamburg knapp mit 33:40.
Das letzte Saisonspiel des TBV Stuttgart gegen HC Erlangen endete mit 22:17, während der Bergische HC Frisch Auf Göppingen mit 29:28 bezwang. Doch all diese Ergebnisse blassen im Vergleich zum Drama in Kiel.
Die Faszination Handball ist noch lange nicht erloschen, aber der THW Kiel muss sich dringend neu erfinden, um in Zukunft wieder eine Führungsrolle einzunehmen.
