Thw kiel: duvnjak schockt – „ich bin sprachlos!
Domagoj Duvnjak, Kapitän des deutschen Handball-Rekordmeisters THW Kiel, hat in einem beispiellosen Ausbruch seine Unzufriedenheit mit der aktuellen Situation des Teams geäußert. Der Meistertitel rückt in unerreichbare Ferne, und die Champions-League-Qualifikation steht auf Messers Schneide – eine Situation, die den erfahrenen Rückraumspieler zutiefst beunruhigt.
Konstanz-problem: kiel schwankt zwischen genie und wahnsinn
Der THW Kiel, einst unangefochtener Dominator der Handball-Bundesliga, präsentiert sich derzeit in erschreckender Form. Starke Leistungen gegen vermeintliche Top-Teams wie Magdeburg und Flensburg wechseln sich ab mit vermeidbaren Punktverlusten gegen vermeintliche Underdogs wie Eisenach oder Stuttgart. Diese Schwankungen sind nicht nur frustrierend, sondern gefährden die Ziele des Vereins massiv. Duvnjak scheint die Ursache des Problems in der fehlenden Konstanz zu sehen, ein Grundelement für Erfolg im deutschen Profisport.
„Ich habe das Gefühl, dass wir jede Mannschaft schlagen können – aber auch gegen jede verlieren können“, gestand Duvnjak in einem Gespräch mit Sport BILD. „Das tut mir weh, weil uns die Konstanz fehlt, die man in der Bundesliga braucht.“ Seine Worte sind ein deutliches Signal an die Verantwortlichen und Spieler des THW Kiel: Es muss sich etwas ändern, und zwar schnell.

Angst vor dem misserfolg? duvjnaks offene worte
Der 37-Jährige scheut sich nicht, die Probleme offen anzusprechen. Er vermutet sogar, dass eine Art Angst vor dem Misserfolg die Mannschaft lähmt. „Vielleicht liege ich falsch, aber vielleicht ist es auch Angst vor dem Misserfolg“, mutmaßte Duvnjak. „Jeder Spieler muss wissen, dass man hier mit Druck spielt. Das ist normal.“ Diese Analyse wirft ein Schlaglicht auf die psychologische Belastung, der die Kieler Spieler ausgesetzt sind, und unterstreicht die Notwendigkeit, mentale Stärke wiederzugewinnen.
Am Sonntag steht das Nordderby gegen den HSV Hamburg an, ein Spiel, das für Duvnjak eine besondere Bedeutung hat. Er blickt zurück auf fünf erfolgreiche Jahre in Hamburg, die seine Karriere maßgeblich prägten, inklusive des Champions-League-Sieges 2010. „Ich bin sehr froh, dass Hamburg wieder in der Bundesliga ist. Die Stadt und der Verein verdienen das“, sagte Duvnjak. „Dieser Verein hat meine Karriere geprägt. Ich bin sehr dankbar für diese Zeit.“
Die Ausgangslage ist ernst, aber nicht hoffnungslos. Mit zwölf verbleibenden Spielen und dem Derby gegen Hamburg im Blick, fordert Duvnjak von seinem Team eine deutliche Leistungssteigerung. „Wir müssen Gas geben und uns anders präsentieren als gegen Eisenach“, appellierte der Kapitän. Die Fans des THW Kiel hoffen, dass Duvjnaks Worte die Wende einleiten und die Mannschaft zurück auf Erfolgskurs bringen.
Die Frage bleibt: Kann der THW Kiel die schwierige Situation noch meistern und die Champions-League-Qualifikation erreichen? Oder wird die Ära des deutschen Handball-Rekordmeisters enden, bevor sie richtig angefangen hat?
