Thun verpasst frühe meisterschaft: bittere enttäuschung am geburtstag des präsidenten
Ein spät erzieltes Tor des FCSG in Bern hat dem FC Thun am Sonntag die vorzeitige Meisterschaft gekostet. Was als perfektes Geschenk zum 53. Geburtstag von Präsident Andres Gerber hätte werden können, endete in einer „grossen Ernüchterung“, wie er selbst zugab. Die Spannung im Berner Oberland war greifbar, doch der Fussballgott hatte andere Pläne.
Ein verpasster moment, eine unvergessliche saison
Gerber schilderte die emotionalen Achterbahnfahrten der letzten 48 Stunden, von der aufgebauten Spannung bis zur Hoffnung nach dem YB-Tor, die jäh durch den Ausgleichstreffer zunichte gemacht wurde. „Man muss es erleiden, irgendwie auch ein bisschen erleiden“, räumte der Präsident ein, bewahrte aber die Fassung und betonte den sportlichen Geist. Die Enttäuschung in der Mannschaft war spürbar, doch Gerber verzichtete auf eine Kabinenansprache, da er davon ausging, dass jeder Spieler Zeit braucht, um die Situation zu verarbeiten.
Gerber betonte, dass die Spieler nun Zeit zur Erholung hätten und sich morgen neu auf die kommende Aufgabe konzentrieren würden.

Der blick nach basel: kampfgeist gefragt
Der FC Thun hat zwar die Chance zur vorzeitigen Meisterschaft vergeben, doch der Abstand zur Konkurrenz ist weiterhin komfortabel. Gerber forderte von seinem Umfeld und der Mannschaft eine neue Perspektive und riet, „nicht von dem einen verpassten Moment blenden zu lassen, sondern das grosse Ganze zu sehen.“ Die Saisonbilanz ist „wahnsinnig“, so Gerber, der sich angesichts der elf Punkte Vorsprung vor dem Zweiten kaum hätte vorstellen können, dass sein Verein an seinem Geburtstag in dieser Position stehen würde.
„Es ist fantastisch, das hätte man nie gedacht. Darum müssen wir einfach zufrieden sein mit allem und uns freuen auf das, was kommt“, bilanzierte der Jubilar. Der Sekt steht kalt – er muss nur noch geköpft werden. Am kommenden Samstag gastiert der FC Thun in Basel, wo die Mannschaft die Möglichkeit hat, die Meisterschaft endgültig in den eigenen Händen zu halten. Der Blick ist nach vorne gerichtet, der Kampfgeist ungebrochen. Der FC Thun steht kurz vor der Krönung, und die Geniestreich-Momente sollen nun auf dem Rasen nachgeholt werden.
n