Thompson schreibt nba-geschichte – doch orlando zerstört den zauber
Klay Thompson rückt in die ewige Dreier-Top-3 vor – und verlässt trotzdem mit hängender Schulter die Kabine. Seine sieben Treffer jenseits des Bogens reichen den Mavs nicht, 114:115 in Orlando bedeutet die nächste Niederlage im Play-off-Rennen.
Ein record, der kaum jubelte
2:59 Minuten vor Schluss wirft Thompson den Ball aus der rechten Ecke – swish. Mit dem 2 974. Dreier seiner Karriere überholt er Ray Allen, nur Stephen Curry und James Harden stehen noch vor ihm. Die Arena applaudiert höflich, doch in der Mavs-Bank bleibt die Luft stehen. Sekunden später trifft Wendell Carter jr. per Dunk den K.-o.-Schlag, und die Statistik wird zur Fußnote.
Thompson selbst wirkt nach dem Spiel wie ein Historiker, der eben sein eigenes Buch verbrannt hat. „Ich hätte lieber zwei Punkte mehr als einen weiteren Eintrag in der Liste“, sagt er trocken. Die Zahlen liefern ihm recht: 24 Punkte, 7/13 von draußen, doch in den letzten fünf Minuten verfehlt Dallas sieben Würfe und verschenktvier Ballverluste.

Die mavs fallen, thompson bleibt
Mit 38,4 % Dreierquote in dieser Saison ist der 36-Jährige effizienter als je zuvor, aber Dallas droht trotz 55 Spielen der Anschluss an die Plätze 7-10. Die Defensive kassiert 115 Punkte gegen ein Team, das ohne seine beiden Top-Scorer antritt. Coach Jason Kidd redet von „kleinen Details“, doch die Tabelle lügt nicht: 11,7 Punkte, 2,7 Rebounds, 2,4 Assists – Thompson liefert Konstantheit, keine Wunder.
Die gute Nachricht: Curry liegt nur 97 Treffer vor ihm. Die schlechte: Die Saison endet am 15. April, und Dallas muss fast jedes Spiel gewinnen, um nicht in die Lottery zu rutschen. Thompson wird Geschichte schreiben – ob er sie auch mitspielen darf, entscheidet sich in den nächsten Wochen.
