The voice generations: die coaches zocken sich die stars weg – heute wird's rau

Heute Abend knallen wieder die roten Ledersessel. Antonella Clerici zieht in der dritten Blind-Audition von „The Voice Generations“ den Hebel um, und die fünf Promi-Coaches fallen sich mit Super-Block-Tasten in den Rücken. Wer zuletzt lacht, sitzt am Ende mit sieben Familien- oder Freundes-Bands im Halbfinale – die anderen dürfen nur drei Acts retten.

Loredana bertè hat den ersten schachzug gemacht

Die Rockröhre blockte letzte Woche Clementino und Rocco Hunt aus, schnappte sich Matilde und Sara Montanari. Konter? Fehlanzeige. Die Rap-Doppelspitze schmiedet laut Set-Berichten heute einen Doppelpass: gleich zwei Acts sollen gleichzeitig gedreht und vor den anderen geparkt werden. Insider munkeln, dass vor allem Mutter-Tochter-Duo Lorenza Picciotti und Tommaso „Thomas“ Garofalo auf der Wunschliste stehen – sie dürften nach Neks Coup gegen Arisa nun zur Zielscheibe avancieren.

Die Zahlen sprechen laut mit: 4,2 Millionen saßen letzten Freitag vor den Bildschirmen, ein Plus von 18 Prozent gegenüber Staffelstart. Streaming-Klicks auf RaiPlay verdoppelten sich binnen 24 Stunden, nachdem Nek Arisa den Super-Block verpasste und sich das Picciotti-Garofalo-Duo einfing. Die Sequenz liegt bei 1,7 Millionen Aufrufen – Rekord für einen italienischen Casting-Clip in diesem Quartal.

Arisa will blut sehen

Arisa will blut sehen

Die Singer-Songwriterin zockte sich Gennaro Gallo und Mariagrazia Di Valentino, musste dafür aber ihren Super-Block verschleudern. Heute sitzt sie mit leerer Kanone auf der roten Insel – und das in der Runde, in der die Teams auf sieben Köpfe komplettiert werden müssen. Produktionsleute berichten von einem neuen, fast schon unfair wirkenden Joker: sollte ein Coach alle Blöcke verspielt haben, darf er künftig in die Verlängerung – eine 30-Sekunden-„Sudden-Death“-Phase, in der nur noch der betroffene Act entscheidet. Arisa winkte ab: „Dann nehme ich eben das Mikrofon und singe selbst.“

Die Fronten sind klar: Team Clementino/Rocco Hunt steht bei vier Gruppen, Loredana Bertè ebenfalls bei vier. Nek führt mit fünf Acts, Arisa folgt mit sechs – doch ohne Munition. Wer heute die Nase voll hat, ist raus aus dem Rennen. Danach geht’s zum Cut: 28 werden 12, danach 12 werden drei. Finale am 27. März, Sieger bekommt eine Platten-Deal-Flexiklausel plus Sommer-Tour im Vorprogramm von Nek und Bertè.

Und die Zuschauer? Die sitzen nicht mehr bloß auf dem Sofa. Durch die neue „Pulse-App“ kann das Publikum in Echtzeit mitvoten – die Live-Wertung fließt zu zehn Prozent in die Jury-Entscheidung ein. Das klingt nach Marketing-Gag, hat aber bereits Folgen: als Nek letzte Woche kurz zögerte, schoss die Fan-Welle für das Mutter-Sohn-Duo auf 97 Prozent Zustimmung – einer der Gründe, warum er den Super-Block zog. Demokratie light, Show maximal.

Kurz vor 21 Uhr geht die Halle dunkel, die LED-Wand zählt runter. Wer heute die falsche Taste trifft, fliegt. Wer trifft, räumt ab. Und einer wird mit leeren Händen dastehen – das ist bei The Voice Generations keine Prophezeiung, sondern Mathematik.