Texans verlieren ihre beiden top-receiver vor 49ers-kracher

Die Houston Texans gehen mit einem Handicap in die Partie gegen die San Francisco 49ers: Nico Collins und Christian Kirk fallen beide aus – ein Schlag für das Passing Game, das nun ohne seine beiden Leitwölfe auskommen muss.

Collins' gehirnerschütterung setzt houston unter zugzwang

Collins hatte sich die Gehirnerschütterung in den Schlusssekunden der Niederlage gegen Seattle zugezogen, als er nach einem Sprung ungebremst auf dem Rasen aufschlug. Die Bilder zeigten, wie er Sekundenbruchteile lang regungslos liegen blieb. Seitdem ist klar: Der Pro-Bowl-Receiver wird fehlen. 339 Yards, drei Touchdowns, 46 Targets – Collins ist bisher nicht nur der beste Fänger der Texans, sondern auch der einzige, der Stroud eine Konstante bot.

Kirk wiederum zog sich eine Oberschenkelzerrung im Training zu, sein dritter Ausfall in nur sieben Wochen. Die Free-Agent-Verpflichtung sollte eigentlich für Tiefe sorgen, stattdessen wird Kirk zum Sorgenkind. Die Verletzung wirft Fragen über die Medical-Abteilung auf, die bereits in der Vorsaison für Kritik sorgte.

Stroud muss auf unerfahrene vertrauen

Stroud muss auf unerfahrene vertrauen

Für den Second-Year-Quarterback bedeutet das: keine vertrauten Ziele, keine Sicherheitsventile. Stattdessen muss er Dalton Schultz öfter als Check-Down ansteuern und den beiden Rookies Jayden Higgins und Jaylin Noel Vertrauen schenken – zwei Spieler, die zusammen noch keine 50 NFL-Snaps auf dem Buckel haben. Offensive Coordinator Nick Caley wird sein Playbook neu schreiben müssen: mehr 12-Personnel, mehr Motion, mehr Quick-Game. Kurz: mehr Kreativität, um die physisch starken 49ers-Outside-Linebacker nicht in Kurven zu werfen.

Die Rechnung ist einfach: Bei einer 2-4-Bilanz droht Houston schon vor der Bye-Week der Anschluss zu reißen. Die AFC South ist dieses Jahr kein Selbstgänger, und Jacksonville sowie Indianapolis haben bereits Luft geholt. Ein Heimsieg gegen San Francisco wäre ein Statement – ohne Collins und Kirk wird er zur Mammutaufgabe.